Deutsche Kommunen wollen IKEA nicht mehr haben

Ikea kritisiert, dass die Regierungen in Europa Investitionen verhindern, vor allem in Deutschland. Das Unternehmen würde hier gern mehrere Milliarden Euro investieren tausende Arbeitsplätze schaffen, scheitert jedoch an protektionistischen Maßnahmen.

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Ikea-Chef Mikael Ohlsson kritisiert, dass die Regierungen in Europa dafür die Schaffung tausender Arbeitsplätze und Investitionen in Milliardenhöhe verhindern, berichtet die FT. Umständliche Planungsvorschriften und Bürokratie stünden dem oft entgegen. Das schwedische Möbel-Unternehmen könne nicht so viele neue Geschäfte eröffnen, wie es wollte.

Etwa deutsche Behörden, vor allem in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, schützten die Möbelgeschäfte in den Innenstädten. „Wir würden gern schneller voranschreiten, aber der Bewilligungsprozess und die Bewältigung offener und versteckter Hürden dauert immer länger“, so Ohlsson. Früher habe die Planungsphase zwei bis vier Jahre gedauert. „Heute brauchen wir sechs bis acht Jahre“, so der Schwede.

Im letzten Jahr sagte Ikea, es wolle bis zum Ende des Jahrzehnts 20 Milliarden Euro investieren, vor allem in Deutschland, Großbritannien und Spanien. Es sollten 20 bis 25 neue Läden pro Jahr entstehen und insgesamt 100.000 neue Jobs geschaffen werden, so FT. Ikea hat 2012 weltweit elf Geschäfte eröffnet und 8.000 Menschen Arbeit gegeben. Aufgrund von Hindernissen durch Behörden wird derzeit die Errichtung von zehn Läden verhindert.

Ikea strebt ein jährliches Umsatz-Wachstum von 10 Prozent an. Das Unternehmen finanziert alle seine Investitionen mit eigenem Geld. Ende 2012 hatte es 11 Milliarden Euro übrig. Auch in Indien will Ikea investieren und langfristig 25 Läden eröffnen.

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