Tunnelräuber: Hatten sie Hilfe von Banken-Insider?

Beim spektakulären Berliner Tunnel-Bankraub hatten die Täter offenbar einen Helfer aus der Bank: Nur 294 der 1.600 verfügbaren Fächern wurden aufgebrochen, da sich nur in diesen Fächern tatsächlich Wertgegenstände befanden.

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Die Sonderkommission der Kriminalpolizei steht vor einem Rätsel: Woher wussten die Bankräuber, dass von den insgesamt 1.600 Schließfächern nur 294 an die Kunden vermietet waren. Die Täter brachen nur 309 Schließfächer auf. Die Vermutung liegt daher nahe, dass ein Insider die Täter von dem Bestand und der Lage der Wertgegenstände in der Bank in Kenntnis gesetzt haben muss.

Die Einbrecher gaben sich richtig Mühe: Ein 45 Meter langer Tunnel, der an eine Außenwand der Bank angrenzte, wurde komplett mit Holz verkleidet. In dem Tunnel fanden die Polizisten Plastikflaschen mit polnischer Aufschrift sowie Teile eines schweren Betonbohrers. Vermutlich habe es mehrere Monate gedauert, bis die Vorarbeiten für den Einbruch abgeschlossen waren.

Die Funde im Tunnel geben Aufschluss darauf, dass die Täter gestört worden sein könnten und übereilt fliehen mussten, berichtet die FAZ und beruft sich auf Angaben der Polizei. Ein neues Fahndungsbild soll nun dabei helfen, die Diebe aufzuspüren.

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