Arbeitslosigkeit in Europa so hoch wie noch nie, keine Trendwende

Die Wirtschaft in Europa ist am Boden, das zeigt sich auch auf dem Arbeitsmarkt: Knapp zwölf Prozent beträgt die Arbeitslosenquote der EU-17. Das entspricht der höchsten Quote seit dem Beginn der Zählung im Jahr 1995. Ohne Wirtschaftswachstum wird sich die Lage kurzfristig nicht verbessern.

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Die Krisenstaaten Spanien und Griechenland mussten in den letzten Jahren enorme Sparmaßnahmen umsetzen, um ihre Schulden in den Griff zu bekommen. Die Renten wurden gekürzt und die Steuern wurden erhöht. Das hat weitreichende Konsequenzen für den Arbeitsmarkt der Länder (mehr hier). Die ohnehin schon hohe Arbeitslosenquote – 26 Prozent für Spanien, 26,8 (hier), Prozent für Griechenland –  hat sich durch die von der EU geforderte Sparpolitik in diesen Ländern verfestigt (mehr hier).

Aber nicht nur in den Krisenländern steigt die Anzahl der Menschen ohne Job. Eine Bloomberg Umfrage fand heraus, dass in Europa für das Jahr 2012  11,9 Prozent der Menschen keinen Arbeitsplatz hatten. Das ist die höchste Quote seitdem die Aufzeichnungen für die EU-17 im Jahr 1995 begonnen haben. Die Zahl der Arbeitslosen steigt bereits seit fünf Monaten in Folge. Ohne neues Wachstum wird es in Europa nicht zu einer Entspannung dieser Situation kommen. Europa ist dabei Teil einer globalen Welle hoher Arbeitslosigkeit (hier).

Angesichts der schwierigen Situation scheuen sich die Unternehmen noch davor, in Arbeitskräfte zu investieren. Die EZB geht daher davon aus, dass auch für dieses Jahr die Wirtschaft in Europa um 0,3 Prozent schrumpfen wird. Nur in Deutschland stieg das Vertrauen der Investoren auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren (hier). Das sei ein Anzeichen dafür, dass sich die Finanzmärkte langsam erholten, jedoch habe das noch keine Auswirkungen auf die Realwirtschaft, sagte ein Wirtschaftsexperte einem Bericht von Bloomberg zufolge.

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