Bankenkrise: Santander verliert 12,6 Milliarden mit faulen Krediten

Der Gewinn der Bank ist im vergangenen Jahr um fast 60 Prozent eingebrochen. Damit blieb Santander weit unter den Erwartungen der Analysten. Die faulen Kredite stiegen im vierten Quartal noch einmal deutlich an.

Ihren XING-Kontakten zeigen

Aktuell:
Korruptions-Verdacht: EU stoppt Zahlungen an Polen

Die geplatzte Immobilienblase belastet das spanische Finanzsystem weiterhin. Wie Santander am Donnerstag mitteilte, brach der Gewinn 2012 um 59 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro ein. Analysten hatten mit einem Gewinn in Höhe von 2,5 Milliarden Euro gerechnet. Santander, die größte Bank der Eurozone gemessen am Marktwert, leidet massiv unter faulen Krediten in der eigenen Bilanz.

Im vierten Quartal des vergangenen Jahres kletterte der Anteil der faulen Kredite in der Bilanz der Bank noch einmal deutlich von 6,36 Prozent auf 6,74 Prozent, so die FT. 12,6 Milliarden Euro musste Santander deshalb für die faulen Kredite als Sicherheit zurücklegen. Kurz nach Ankündigung des gesunkenen Verlustes sank der Kurs der Santander-Aktie um 2,5 Prozent.

Die faulen Kredite sind ein großes Problem auch im gesamten spanischen Bankensektor. Im September 2012 beliefen sich diese in den Bilanzen aller spanischen Banken auf ein Gesamtvolumen von 184 Milliarden Euro (hier). Nach der Immobilienblase führt auch die derzeitige, starke Rezession im Land dazu, dass immer mehr Kreditnehmer nicht mehr in der Lage sind, die aufgenommenen Kredite zu bedienen.

Insgesamt 35 Milliarden Euro hatte Santander über die günstigen 3-Jahres-Tender der EZB Ende 2011 und Anfang 2012 aufgenommen. Mittlerweile sei es der Bank gelungen, 24 Milliarden Euro der aufgenommenen Kredite an die EZB wieder zurückzuzahlen.

Weitere Themen
Spanien: Schwere Korruptions-Vorwürfe gegen Regierungschef Rajoy
Derivate: Erste Explosionen im Umfeld der 638-Billionen Dollar Bombe
Milliarden-Verlust bei der Deutschen Bank: Es wird kritisch für die Steuerzahler

Kommentare

Dieser Artikel hat 14 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

    • hubert38 sagt:

      Laut Fr. Nomi Prins (Ex Goldman Sachs Manager) hat die französische Bank “Societe Generale” einen Verlust von USD 800 Milliarden in der grauen Bilanz stehen….

      http://www.youtube.com/watch?v=hBZowJoUATY

    • Gast sagt:

      So bekommt jeder daß was er tatsächlich verdient hat! Wer mit Geld Geld verdient hat nur betrogen.

    • Mike sagt:

      Es könnte sein das ich mit meinen Fragen lästig falle, aber kann mir bitte jemand fundiert erklären warum es für eine Bank bedrohlich ist wenn ein Kredit ausfällt?
      So wie das verstanden hab erschafft eine Bank mit einem Kredit das Versprechen auf Geld, das sie bei unbarer Verwendung auch nicht einhalten muss!
      Wenn der Kredit nicht bedient wird sind immerhin die Zinsen bis zum Ausfallszeitpunkt defacto geschenktes Geld! Wen kümmerts wenn die wieder eine Korrekturbuchung machen müssen um die Bilanz richtig zu stellen!

    • E. sagt:

      12,6 mrd Euro verlust ..soso

      12,6 mrd lufteuros , die durch bilanzverlängerungen bei einer eigennkapitalquote von 2% generiert wurden..

      macht einen realverlust von 252 million Das ist der wahre schaden… das kann man bei 10-12 managern leicht wieder einstreichen

    • KingBalance sagt:

      Santander verliert 12,6 Milliarden, Deutsche Bank 2,2 Mrd!!! Was passiert?

      DäXle legt zu – DT. BANK 38,06 +2,45%
      Goldpreis fällt: 1.226,81 EUR
      Der €uro steigt: 1,3571 EUR in USD

      Mögen uns die höheren Mächte helfen, das was auf uns zukommt als das zu akzeptieren, was notwendig ist, um eine schönere Welt zu gestalten. Mögen wir die Kraft behalten, weiter auf unserem Weg zu gehen, mit Verantwortung für uns und die Anderen. Und mögen wir den Mut und das Durchhaltevermögen behalten, uns nicht einschüchtern zu lassen oder in die Resignation zu verfallen.

      • herrmann sagt:

        KingBalance,
        Ihren im letzten Absatz gemachten Äußerungen schliesse ich mich an.
        Mögen diese zersetzenden Machenschaften sich selbst auslöschen.

      • cashca sagt:

        Hallo,
        wieder einer…
        Santander 12 ,6Milliarden
        DB 2,2 Milliarden..

        Das geht weiter schön nacheinander…..
        der erste Streich, der zweite Streich
        und der Dritte folgt sogleich…. der vierte , der Fünfte hinterher….
        Derivate gibts wie Sand am Meer….

        Alle versteckten faulen Papiere haben eine Fälligkeitstag. Dann müssen sie ans Licht .
        Dann heist es abschreiben.
        Noch werden die Finanz..Märkte gestützt, man will die Einsteiger und die Halter nicht vergraulen, man braucht sie wie die luft zum Atmen.
        man braucht frisches Geld… das kommt von wagemutigen Anlegern.
        Schaun ma mal, wie lange das noch geht. wie weit der ESM reicht, wann wir aufstocken müssen,, zu gunsten der Anleger….
        Wir haben ja Mutti, Mutti zahlt immer
        und die EU.. EU zahlt immer
        und den ESM .. der liefert unbegrenzt… der Goldesel für alle Bedürftigen.

      • Peter G. sagt:

        Alles gut und schön, aber die Zeiten für duldsames Verhalten sind vorbei.

        • cashca sagt:

          @Peter,
          diese zeiten wären schon lange vorbei.
          nur haben die Bürger diese Zeit verschlafen.
          Es gibt keine Gegensteuerung durch irgendwelche Aktivitäten mehr,
          aus , vorbei.
          Wir sind gezwungen abzuwarten, was passiert, anderen Einfluss gibt es nicht mehr.
          Ausser, das Geld aus dem Verkehr ziehen. Doch, die paar Hanseln die das machen, fallen doch nicht ins Gewicht.
          Da lachen die doch nur.
          Das hat nur einen möglichen vorteil für den Betreffenden,,,, z. b. umtauschen in Gold und Silber, das verreckt niemals ganz.
          Seit dem ESM hat das Volk keine politische Einflussmöglichkeit mehr.
          Aus … vorbei. So ist das.

    • egon sagt:

      2,2 Mrd Gewinn !

      Da ich die Santander-Bank lediglich als “Consumer-Bank” kenne und mir vorstellen sollte, um wieviel die kleinen Sparer und Häuslebauer abgezockt wurden, um auf einen solchen gigantischen Gewinn zu kommen, habe ich kein Mitleid – allenfalls Schadenfreude und Trauer darüber, dass auch dieser “niedrige” Gewinn den Kunden vermutlich unberechtigt aus der Tasche gesaugt wurde.

      Und innerhalb nur eines Jahres kann diese Bank dann ca 70% aufgenommener eigener Kredite wieder tilgen???

      Das geht nur mittels Abzocke in Potenz !!!

      oder habe ich da falsch gerechnet ?

      • argus germanicus sagt:

        Finde ich auch!
        Ein Bank”gewinn” kann im Grunde nur Übervorteilung der Kunden sein, wobei “Übervorteilung” für mich immer schon der schiere Euphemismus war und ist…

        …klingt nach viel Vorteil, ist aber doch nur Beschiss…

    • fan sagt:

      Sehr geehrte DWN,

      man weiß gar nicht mehr, was man kommentieren soll, worauf man reagieren und was man noch zur Kenntnis nehmen sollte.

      Jede Ihrer Nachrichten und Mitteilungen drücken für mich nur noch eines aus:

      Diese EU und seine anständigen Bürgerinnen und Bürger halte ich von GOLDMAN SACHS, sittlich verkommenen EU-”Führern”, korrupten Polit-Kriminellen, anti-demokratischen und anti-bürgerlichen Verbrecher-Syndikaten derart vergewaltigt, dass wir nur noch eine real-existierende Bauruine als Europa ausrufen können..!

      Dieses Europa ist kaputt, da will sich das Polit-Gesindel noch schnell bereichern, um sich dann mit viel Geld – in welche Richtung auch immer – aus dem Staube zu machen..!

      • Peter G. sagt:

        Das Seltsame ist nur, dass dieselben verantwortlichen Personen und Parteien immer und überall wieder gewählt werden (es sei denn man glaubt an massive Wahlfälschung, die in dieser Größenordnung jedoch nicht zu verbergen wäre),
        und
        dass sich nicht eine Speerspitze des Widerstands bildet, die auch vor Gewalttaten nicht zurückschreckt.

        • Seve sagt:

          die Vernebelungstaktik der “aktuelle Kamera”-Tagesschau & Co. wirken noch beim gemeinen Volk, aber es werden immer mehr die merken, dass trotz der rosaroten mit “Demokratieabgabe” geförderten Nachrichten, etwas nicht stimmt. Wofür wird gerade über bewaffnete Drohnen rumdebattiert, nicht wegen Mali. irgendwann sollen die hier rumfliegen und den Mob vom Kanzleramt fernhalten. Die Bundeswehr wurde ja schon prophylaktisch ermächtigt bei “Ausnahmezustände” (wer die definiert ist klar ;-) auch im Inland einzugreifen. Die Amis bauen die Mustervorlage für den Orwellschen Überwachungsstaat, die Europäer sind fleissig dabei nachzuziehen.