Banken-Crash: Niederländische SNS muss verstaatlicht werden

Die niederländische SNS Bank, die wegen Verlusten im Immobiliengeschäft vor der Pleite steht, wird vom Staat gerettet. Die Kosten der erneuten Bankenrettung für den niederländischen Steuerzahler liegen bei 3,7 Milliarden Euro.

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Die niederländische SNS Bank ist verstaatlicht worden, berichtet Bloomberg. Eine Abteilung der Bank, die Immobilienkredite vergibt, hatte enorme Verluste gemacht, sodass die SNS vor der Pleite stand. „Die Verstaatlichung wird die Finanzstabilität sichern“, zitiert Bloomberg den niederländischen Finanzminister Jeroen Dijsselbloem.

SNS ist eine der vier niederländischen Banken, die von der niederländischen Zentralbank als „too big to fail“ eingeschätzt werden. Daher müssen nun die niederländischen Steuerzahler mit 3,7 Milliarden Euro einspringen, so Dijsselbloem. Der Aktienhandel wurde eingestellt, die SNS-Führung trat zurück.

Dies ist die erste Verstaatlichung einer Bank in den Niederlanden seit fünf Jahren. Der Staat wird SNS 2,2 Milliarden Euro Kapital zur Verfügung stellen. Zudem wird er 800 Millionen Euro an Hilfskrediten abschreiben, die er der Bank bereits gegeben hatte. Weitere 700 Millionen Euro fließen in das Immobiliengeschäft der Bank, das ausgegliedert werden soll.

Allerdings wird auch die erneute Bankenrettung in den Niederlanden den Kollaps des globalen Finanzsystems nur hinausschieben können. Dieser ist unvermeidlich, denn heute wird mehr Geld in den Schuldendienst gesteckt als in reale Investitionen, argumentiert etwa Pimco-Chef Bill Gross (mehr hier).

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