Griechische Rechtsradikale Chrysi Avgi gründet deutsche Schwesterpartei in Nürnberg

Chrysi Avgi weitet ihre politische Einflussnahme aus. Die neue Zelle in Nürnberg sei die Antwort der im Ausland lebenden Griechen auf die „dreckigen Hippies und das Regime der demokratischen Diktatur in unserer Heimat“.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Aktuell:
Französischer Ökonom: Deutschland ist der kranke Mann Europas

Die rechtsradikale, griechische Partei Chrysi Avgi expandiert in Europa.

Die rechtsradikale, griechische Partei Chrysi Avgi expandiert in Europa.

Nach der Eröffnung einer Niederlassung in Triest  (hier) hat die rechtsradikale, griechische Partei Chrysi Avgi nun auch eine Zelle in Nürnberg eröffnet und ist mit einer eigenen Internetseite präsent. Auf der Webseite der Nürnberger Niederlassung bezeichnet die Partei die Schaffung der neuen Zelle als Antwort der Auslandsgriechen auf „die dreckigen Hippies und das Regime der demokratischen Diktatur in unserer Heimat“. Chrysi Avgi stehe „an der Spitze des Kampfes“ gegen die „sündigen Parteien des politischen Establishment“ ist auf der Seite zu lesen. Man kämpfe für ein Griechenland, das den Griechen gehört.

Der Verband Griechischer Gemeinden (OEK) hat inzwischen die Gründung der neuen Niederlassung von Chrysi Avgi in Nürnberg als „Schande für Griechenland und Europa“ bezeichnet und rief die in Deutschland lebenden Griechen auf, der Propaganda der Partei zu widerstehen.

Mit 6,9 Prozent gelang es der Partei im vergangenen Jahr ins griechische Parlament einzuziehen. Aktuellen Umfragen zufolge liegt Chrysi Avgi derzeit sogar bei zwölf Prozent. Erst am Samstag zogen mehr als 5.000 Unterstützer der Partei beim so genannten Imia-Marsch vor die US-Botschaft in Athen, berichtet Kathimerini. Hintergrund des Marsches ist ein Grenzzwischenfall von 1996, bei dem griechische und türkische Soldaten aufeinanderstießen: Sowohl die Türkei als auch Griechenland erhoben Anspruch auf die Mittelmeerinsel Imia, es kam zu einer Eskalation.

Weitere Themen
EU-Präsident Schulz: „EU ist tödlich bedroht”
NATO kriegsmüde: „Wollen nicht in jedem Winkel der Erde kämpfen”
Über die Hälfte der Amerikaner sieht in der Obama-Regierung eine Bedrohung ihrer Rechte

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***


media-fastclick media-fastclick