Libor Skandal beschert UBS Milliarden-Verlust

Die größte Schweizer Bank verbucht im vergangenen Jahr einen Verlust in Höhe von 2,5 Milliarden Franken. Im vierten Quartal zogen europäische Kunden zudem massenhaft ihr Geld ab.

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Wie die UBS am Dienstag mitteilte, rutschte das Finanzinstitut im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen. Einen Verlust von 2,5 Milliarden Franken (2 Milliarden Euro) musste die Bank hinnehmen. Gründe hierfür waren vor allem die Verwicklungen der Bank in den Libor-Skandal und immense Kosten beim Umbau des Investmentbankings.

Im Dezember wurde die größte Schweizer Bank im Zusammenhang mit dem Libor-Skandal zu einer Strafe von 1,4 Milliarden Franken verurteilt. Doch nicht nur die Geldstrafe war eine negative Folge der Verwicklungen in den Skandal. Im letzten Quartal des vergangenen Jahres brachten weniger Kunden neues Geld zur UBS als in allen anderen Quartalen zuvor, so Reuters.

Allein das Netto-Neugeld im Wealth-Management war im vierten Quartal von 7,7 Milliarden Franken im 3. Quartal auf 2,4 Milliarden Franken gesunken. Vor allem reiche, europäische Kunden hätten ihr Geld von der Bank abgezogen – ein Trend, der sich gegen Ende 2012 noch verstärkte, erklärte die Bank.

Darüber hinaus verbuchte die UBS nach einem Vorsteuerverlust von 2,86 Milliarden Franken im dritten Quartal des vergangenen Jahres ein Minus von weiteren 557 Millionen Franken im vierten Quartal. Insgesamt sanken die Einnahmen im Investment um mehr als ein Viertel.

Erst am Montag vermeldete auch die Commerzbank einen Verlust in Millionenhöhe (hier). Die Deutsche Bank musste sogar ein Minus von 2,2 Milliarden Euro hinnehmen (mehr hier).

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