Geldschwemme: Federal Reserve stützt Euro-Banken

Die amerikanische Zentralbank schwemmt den Markt mit Dollar. Davon haben allerdings nicht etwa die US-Banken, sondern vor allem die europäischen Institute profitiert. Zudem hat die Geldschwemme zu einem starken Euro geführt.

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Banken-Krise: Faule Kredite europäischer Banken auf Rekordhoch

Seit September 2012 druckt die US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) jeden Monat 85 Milliarden Dollar (65 Milliarden Euro) und erwirbt damit Wertpapiere, die sie dann in ihrer Bilanz führt. Das von der Fed gedruckte Geld floss dabei allerdings nicht den US-Banken zu, sondern vor allem den amerikanischen Sitzen ausländischer (vor allem europäischer) Kreditinstitute, wie die Fed angibt.

Indem die Fed den europäischen Banken Wertpapiere zu künstlich hohen Preisen abkauft, rettet sie praktisch die klammen europäischen Banken. Allein im Januar 2013 hat die Fed mehr als 200 Milliarden Dollar in ausländische Banken geschossen, wo nun mehr als die Hälfte der flüssigen Geldmittel liegt, berichtet Zero Hedge. Ein ähnlicher Vorgang war bereits 2011 zu beobachten, wie aus der Grafik hervorgeht.

Die Zunahme bei den Überschussreserven der Fed führt offenkundig zu einer Zunahme der flüssigen Mittel bei den ausländischen Banken. (Daten: Fed, Grafik: Zero Hedge)

Die Zunahme bei den Überschussreserven der Fed führt offenkundig zu einer Zunahme der flüssigen Mittel bei den ausländischen Banken. (Daten: Fed, Grafik: Zero Hedge)

Durch das Drucken von 85 Milliarden pro Monat verlängert sich die Bilanz der Fed entsprechend (hier). Zudem haben die Hauptempfänger, die europäischen Banken, mit den Dollars Euros gekauft. Dies hat zusammen mit der Tatsache, dass die EZB derzeit entgegen der übrigen Geldpolitik der anderen Zentralbanken Euros aus dem Markt abzieht zur relativen Stärke des Euro beigetragen, der die europäische Exportwirtschaft vor ernste Probleme stellt (mehr hier).

Derzeit können die europäischen Banken das zusätzliche Geld von der Fed sehr gut gebrauchen. Seit Ende Januar beginnen die Banken damit, die immensen Kredite, die sie bei der EZB aufgenommen haben, zurückzuzahlen. Allein in der ersten Woche der Rückzahlungsphase waren das 137 Milliarden Euro (hier). Doch sie Finanzinstitute nutzen das Geld auch als Puffer, spätestens, seit sich die politischen Unsicherheiten in Spanien und Italien in den ersten zwei Wochen des Februars deutlich erhöht haben (mehr hier). Zu diesem Zeitpunkt sank auch entsprechend der Umfang der Rückzahlungen an die EZB.

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