Nordkorea meldet dritten Atomtest

Die nordkoreanische Regierung bestätigte einen Atomtest, der bereits aufgrund eines künstlichen Erdbebens vermutet worden war. Dies ist Nordkorea durch den Uno-Sicherheitsrat untersagt worden, der am Dienstag diesbezüglich tagen wird.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Aktuell:
Weidmann: Deutliche Warnung vor dem Inflations-Gespenst

„Ein dritter Atomtest ist erfolgreich durchgeführt worden“, zitiert der Telegraph den staatlichen Nachrichtendienst von Nordkorea (KCNA). Bereits in den Jahren 2006 und 2009 fanden im Land Atomtests statt. Der Test sei eine Maßnahme zum Schutz der nationalen Sicherheit und der Unabhängigkeit gegen die Feindseligkeit der USA. „Diese haben das Recht unseres Landes auf einen friedlichen Satellitenstart verletzt“, so KCNA. Tatsächlich haben die USA noch nie eine Atommacht angegriffen.

Die Bestätigung aus Nordkorea folgte auf Berichte, es habe in Nordkorea ein künstliches Erdbeben gegeben. Dies hatte international bereits einen Atomtest vermuten lassen. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap meldete ein Beben der Stärke 5,1 auf der Richterskala. Die amerikanische geologische Überwachung maß die Stärke 4,9 in einer Tiefe von 1.000 Metern, berichtet der Telegraph.

Südkorea hatte sofort nach dem Beben den Uno-Sicherheitsrat benachrichtigt, der das Thema am Dienstag besprechen wird. Er hat es Nordkorea untersagt, Atomwaffen oder Raketentechnik zu entwickeln. US-Präsident Barack Obama, der gerade seine zweite Amtszeit beginnt, nannte Nordkoreas Test eine Provokation. „Die von Nordkoreas bedrohlichen Handlungen ausgehende Gefahr rechtfertigt rasche und glaubhafte Reaktionen durch die internationale Gemeinschaft“, zitiert ihn Reuters.

Auch China stellte sich gegen das verbündete Nordkorea und forderte es auf, seine Verpflichtungen einzuhalten und die Situation nicht zuzuspitzen. „Es ist Chinas fester Standpunkt, die  koreanische Halbinsel frei von Atomwaffen zu halten und die Ausbreitung von Atomwaffen zu verhindern und Frieden und Stabilität in Nordost-Asien zu erhalten“ zitiert Reuters das chinesische Außenministerium.

Weitere Themen
Niederländischer Rechnungshof fordert scharfe Kontrollen für EU-Gelder
Neuer Verkaufstrick der Banken: „Klimaschutz“-Papiere
Papst: Spekulation über Finanzskandal im Vatikan als Rücktritts-Grund

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***


media-fastclick media-fastclick