Facebook liefert nach Hacker-Attacke Nutzer-Daten an das FBI

Ein „gut durchdachter“ Angriff von Hackern enthüllt Sicherheitslücken bei Facebook. Die Bedrohung ist offenbar so groß, dass das soziale Netzwerk die US-Geheimdienste einschalten muss. Nutzer sollten spätestens jetzt ihre Daten anonymisieren.

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Das soziale Netzwerk Facebook sucht offenbar die Hilfe der US-Geheimdienste, nachdem der Konzern gestern bekannt gab, bereits im Januar einem schweren, organisierten Hacker-Angriff ausgesetzt gewesen zu sein. Zum Schutz seiner Gemeinschaft, die mehr als eine Milliarde Mitglieder (mehr hier) zählt, arbeitet Facebook nun mit dem Federal Bureau of (FBI) zusammen. Damit erhält das FBI Zugriff auf alle Daten der Facebook-Nutzer. Diese haben keine Chance, sich dagegen zu wehren und werden auch nie erfahren, was mit ihren Daten geschieht. Ob die Hacker-Attacke eine False-Flag-Operation war, um an die Daten zu gelangen, ist nicht festzustellen.

Es sei nicht bekannt, ob es bei dem letzten Angriff zu Datenverlusten kam, heißt es in einer Stellungnahme auf der Internet-Seite von Facebook. Klar ist jedoch, dass zumindest das FBI nun uneingeschränkten Zugriff auf die Nutzerdaten bekommt. Wer nicht möchte, dass die US-Behörden Zugriff auf private Daten erhalten, kann nur noch sein Profil löschen oder so weit wie möglich anonymisieren. Es wird auch dazu geraten, sämtliche Chroniken über die integrierte Suchfunktion in Facebook zu löschen (mehr hier).

Facebook ist ständig Angriffen aus dem Internet ausgesetzt und wehrt diese bei „der größten Anzahl der Fälle“ ab, heißt es weiterhin in der Stellungnahme. Die Sicherheitslücke sei entdeckt worden, nachdem Laptops von Facebook-Mitarbeitern infiziert wurden, als sie eine Internetseite eines Software-Entwicklers für Mobilgeräte aufriefen, berichtet Bloomberg.

Nach umfassenden Untersuchungen der infizierten Computer stellte sich heraus, dass die Java-Komponente die Schwachstelle darstellte, durch die der Virus auf sämtliche Geräte gelangen konnte, die die entsprechende Website aufriefen. Die Oracle Corporation, die die Java-Entwicklung verantwortlich ist, habe die Lücke im Nachhinein geschlossen.

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