Schweizer Anlegerschützer: Strafanzeige gegen Novartis wegen Millionenabfindung

Über sechs Jahre soll der scheidende Novartis-Präsident Vasella jeweils zwölf Millionen Franken erhalten. Der Zürcher Anwalt kritisiert, dass das Unternehmen und Vasella damit 72 Millionen an den Aktionären „vorbeischmuggeln“ wollen. Die verpflichtende Offenlegung der Abfindung in der Bilanz habe nicht stattgefunden.

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Insgesamt 72 Millionen Franken soll der Chef des Pharma-Unternehmens Novartis, Daniel Vasella, als Abfindung erhalten, wenn er nach seiner Zeit weiter als Berater für das Unternehmen tätig bleibt und nicht für einen Konkurrenten arbeitet. Nach massiver Kritik aus der Bevölkerung im Anschluss an die Bekanntgabe dieser Vereinbarung, geht nun der Zürcher Anwalt und Anlegerschützer Hans-Jacob Heitz dagegen vor: Er stellte eine Strafanzeige gegen Vasella, den Vergütungsausschuss des Verwaltungsrates und gegen den Schweizer Pharmariesen Novartis selbst.

Der Schweizer Anlegerschützer Hans-Jacob Heitz will gegen die hohe Abfindungssumme vorgehen (Foto: Screenshot DWN).

Der Schweizer Anlegerschützer Hans-Jacob Heitz will gegen die hohe Abfindungssumme vorgehen (Foto: Screenshot DWN).

„Das Hauptärgernis ist für mich, dass man die Rechte der Aktionäre unterlaufen hat“, sagte Heitz als er vor den Augen etlicher Journalisten, die Strafanzeige an die Basler Staatsanwaltschaft per Post abschickte. Er wirft den Beschuldigten ungetreue Geschäftsbesorgung und unwahre Angaben im kaufmännischen Gewerbe vor, so die NZZ. „Im Aktienrecht gibt es die Bestimmung, dass Vergütungen jeder Art gegenüber dem Aktionär in der Bilanz offen gelegt werden müssen“, betonte Hetz. „Das hat nicht stattgefunden“.

Heitz hofft, dass die zuständige Staatsanwaltschaft seinen eingereichten Antrag und die Sicherungsmaßnahme sofort prüfe, um die Auszahlung der Abfindung zu blockieren. Hinter der Strafanzeige stehen zudem mehrere Privatanleger. Der Erfolg der Anzeige stehe und falle nun mit der Handlung der Staatsanwaltschaft. „Die kann das mit einem Federstrich vom Tisch wischen“, so Heitz.

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