Immobilien-Crash in Spanien: Mega-Pleite bedroht mehrere Banken

Reyal Urbis kann seine Schulden von mehr als 3,6 Milliarden Euro nicht refinanzieren und droht zur zweitgrößten Pleite Spaniens zu werden. Auch mehrere spanische Banken wie die verstaatlichte Bankia sind von der Insolvenz betroffen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Am Dienstag meldete der spanische Immobilienriese Reyal Urbis Konkurs an. Damit droht das Unternehmen zum zweitgrößten Pleite-Fall Spaniens zu werden. Über 3,6 Milliarden Euro Schulden hat das Unternehmen angehäuft und kann diese nicht mehr refinanzieren. Die geplatzte Immobilienblase in Spanien und die aufgrund der vorherrschenden Rezession weiter drastisch sinkenden Immobilienpreise sind die Ursache für die immensen Schulden des Unternehmens. Die Aktie des Unternehmens ist seit 2007 um 99 Prozent gesunken und weist nur mehr einen Wert von etwa zehn Cent auf.

Ein Gericht soll nun über das weitere Vorgehen entscheiden, berichtet Reuters. Die Pleite ist jedoch nicht nur für das Unternehmen bedrohlich, sondern auch für etliche spanische Banken. Zu 70 Prozent gehört Reyal Urbis dem Baumogul Rafael Santamaria und den Gläubigern Santander, BBVA, Banca Popular sowie der verstaatlichten Bankia. Die Situation der spanischen Banken an sich ist bereits bedrohlich, da die faulen Kredite in ihren Bilanzen in den vergangenen Monaten bereits weiter angestiegen waren. Die Zukunft Reyal Urbis könnte den Druck auf dessen vier Gläubiger noch weiter erhöhen.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick