Italien: Erste Stimmen sagen Neuwahlen voraus

Die Wahl in Italien sehen die Linken als knappe Gewinner im Abgeordnetenhaus. Berlusconi dürfte den Senat gewinnen. Das Land ist unregierbar - Neuwahlen werden immer wahrscheinlicher.

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Erst nach Mitternacht dürfte es am Montag ein Endergebnis der italienischen Parlamentswahlen geben. Der Sprecher der Linken, Stefano Fassina, sagte nach dem überraschenden Sieg des Euro-Kritikers Beppe Grillo, dass die Bildung einer neuen Regierung sehr schwer werde. Er erwartet daher Neuwahlen, damit die Italiener eine klare Mehrheit wählen. Auch andere Vertreter der Sozialdemokraten sprachen sich bereits für Neuwahlen aus.

Silvio Berlusconi, dessen Freiheits-Partei ein erstaunliches Comeback feierte, ließ über seinen Parteichef ausrichten, dass das Wahlergebnis ein Signal für den Wechsel sei.

Der Sozialdemokrat Maurizio Gasparri sagte dem Corriere della Sera, dass die Wahl gezeigt habe, dass das Ausland für Mario Monti sei, die Italiener den Goldman-Banker und technokratischen Übergangspremier jedoch nicht wollten.

Monti kam mit seiner Bewegung knapp über 10 Prozent im Abgeordneten-Haus, verfehlte jedoch den Einzug in den Senat.

Morgen muss Staatspräsident Neapolitno entscheiden, welche Partei er mit de Regierungs-Bildung beauftragen wird. Beppe Grillo hat bereits angekündigt, mit seinem Movimento 5 Stelle (M5S) auf jeden Fall in die Opposition gehen zu wollen.

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