Italien-Umfrage Sozialisten mit hauchdünner Mehrheit im Senat

Bersani kann ersten Hochrechnungen zufolge die Mehrheit im Senat erreichen. In der Lombardei ist Berlusconi aber nur ganz knapp hinter Bersani und könnte ihm dort noch die Mehrheit streitig machen.

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Die ersten Hochrechnungen, nachdem die Wahllokale in Italien um 15 Uhr geschlossen haben, sind veröffentlicht worden. Wie die ersten Schätzungen jedoch zeigen, liegt Bersani derzeit im Parlament mit 35-37 Prozent vorn. Damit hätte seine Partei auch ohne Montis Stimmen eine leichte Mehrheit im Parlament. Berlusconi liegt derzeit zwischen 30 und 32 Prozent, Beppe Grillo rangiert auf Platz drei (17-19%). Monti hingegen landete sowohl im Senat als auch im Parlament auf dem 4. Platz – mit kaum mehr als neun Prozent (sogar der Einzug ins Parlament ist gefährdet – hier).

Schwieriger einzuschätzen ist allerdings die Lage im Senat. Hier liefern sich Bersani und Berlusconi ein Kopf an Kopf Rennen. Derzeit kommt Bersani auf etwa 35-37 Prozent und Berlusconis Partei auf 29 bis 31 Prozent. Entscheidend wird hier im Laufe des Tages vor allem das Ergebnis in der Lombardei sein. Beide liegen hier in etwa gleich auf, Bersani ist ganz knapp vor Berlusconi. Erreicht Berlusconni jedoch in der Lombardei die Führung, könnte Bersani eine Mehrheit im Senat knapp verfehlen.

Im Gegensatz zur Sitzverteilung im Parlament erhält die führende Partei im Senat nicht einfach zusätzliche Sitze. Vielmehr werden die Boni hier Region für Region zugewiesen. Gelingt es Berlusconi demnach die Mehrheit in der Lombardei nach den endgültigen Auszählungen doch noch zu erreichen, erhält seine Partei den Bonus für die Region und die Zahl der Sitze im Senat würde sich entsprechend deutlich verändern.

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