Vorteil für Euro-Gegner: Niedrige Wahlbeteiligung in Italien am Sonntag

Nur jeder zweite Italiener ist am Sonntag zur Wahl gegangen. Damit sank die Wahlbeteiligung im Vergleich zu vorigen Wahl um 7 Prozent. Auffallend: In den Hochburgen der Lega Nord hat die Beteiligung zugenommen. Für den Euro-Skeptiker Beppe Grillo könnte eine niedrige Wahlbeteiligung ein Vorteil sein.

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Am ersten Tag der italienischen Parlamentswahl war die Wahlbeteiligung schwach. Mit nur 55,17 Prozent ist sie um 7 Prozent im Vergleich zum vergangenen Urnengang gesunken. Die Italiener können noch am Montag bis 15 Uhr wählen.

Interessanterweise stieg die Wahlbeteiligung in der Lombardei (wie auch in Lazio, also Rom, und Molise, einer der kleinsten Regionen an der Adria). In der Lombardei gingen 8,5 Prozent mehr Italiener zur Wahl.

Damit könnten sich die Chancen für den Euro-Skeptiker Beppe Grillo verbessern. Eine geringen Wahlbeteiligung begünstigt normalerweise die kleineren Parteien. Grillo werden bis zu 20 Prozent vorhergesagt (mehr hier). Auch die Lega Nord ist EU-kritisch. Sie hatte mitten im Wahlkampf die Einführung einer Parallel-Währung zum Euro vorgeschlagen (hier).

Silvio Berlusconi hatte dagegen auch am Wahlkampf mit Frauen-Problemen zu kämpfen (mehr hier).

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