Italien-Chaos: Jugendarbeitslosigkeit auf Rekordhoch

Mehr als jeder zehnte Italiener hat keinen Job. Für die Jugendlichen wurde ein Rekordwert von 38,7 Prozent ermittelt. Die Industrie liegt am Boden und die Armut steigt. Nach der Wahl findet sich keine Koalition, die die Verantwortung in Italien übernehmen will.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

In Italien lag die die Arbeitslosenquote im Januar bei 11,7 Prozent. Dies ist ein neuer Rekord. Im Januar hatte die Quote noch bei 11,3 Prozent gelegen. Auch die Jugendarbeitslosigkeit erreichte mit 38,7 Prozent einen neuen Rekordwert. In Frankreich wurde deswegen bereits der Sparplan aufgegeben (mehr hier).

Die Arbeitslosigkeit hatte eine große Rolle im italienischen Wahlkampf gespielt. Das Ergebnis der Wahl ist eine Pattsituation, da die neu gewählten Lager keine Koalition miteinander bilden wollen oder können. Die Verantwortung wird aufgeschoben. Die Zeichen stehen nun auf Neuwahl (mehr hier). Sollte es dazu kommen, würde die Politik für Monate lahmgelegt.

Indes ist die Industrieproduktion im Land den 19-ten Monat in Folge zurückgegangen. Der Einkaufsmanager-Index für Februar lag mit 45,8 Punkten niedriger als erwartet und niedriger als im Januar (47,8 Punkte). Werte unter 50 bedeuten einen Rückgang der Geschäfte.

Italien befindet sich in der Rezession. Das reale Wirtschaftswachstum hat seit dem Zweiten Weltkrieg stetig abgenommen (mehr hier). Zudem ist die Armutsquote im Land von 28,2 Prozent eine der höchsten in Europa (siehe Grafik). Nur Griechenland und Irland stehen schlechter da.

Italien hat eine Armutsquote von 28,2 Prozent. (Grafik: BloomberBriefs.com)

Italien hat eine Armutsquote von 28,2 Prozent. (Grafik: BloomberBriefs.com)

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick