Neue Kredite: Mario Draghi hilft italienischen Banken

Die italienischen Banken kämpfen mit akuten Liquiditäts-Problemen. Im Februar haben die italienischen Banken erneut Kredite in Milliardenhöhe von der EZB aufgenommen. Sie brauchen das Geld, um italienische Staatsanleihen zu kaufen. Auf diese Weise soll der Zinssatz für Italo-Bonds gedrückt werden.

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Die italienischen Banken befinden sich offenbar in akuten Problemen. Wie die italienische Zentralbank mitteilte, hielten die italienischen Banken im Februar EZB-Kredite in Höhe von 281 Milliarden Euro – fast sieben Milliarden mehr als eine Monat zuvor. Die italienischen Banken hängen noch immer am Tropf der EZB. Während einige nordeuropäische Banken die über die zwei 3-Jahres-Tender aufgenommenen EZB-Kredite schnell zurückzahlen, haben die Finanzinstitute Italiens innerhalb eines Monats nur von 266,4 Milliarden auf 265,7 Milliarden reduziert. Und wie die Daten der italienischen Zentralbank zeigen, haben sie stattdessen weitere EZB-Kredite wieder aufgenommen.

Abgesehen davon, dass das Bankensystem des Landes stark angeschlagen ist (hier), sichern sich die Banken durch das EZB-Geld ab, für den Fall, dass drohende Neuwahlen Italien für Wochen in einen politischen Stillstand versetzen (hier). Und andererseits pumpen die Finanzinstitute ihre Gelder, ähnlich wie in Spanien, massiv in die Staatsanleihen ihres Landes. Dadurch können die Refinanzierungskosten Italiens relativ niedrig gehalten werden. Denn die Daten aus der Realwirtschaft müssten eigentlich einen deutlichen Anstieg der Zinssätze auf italienische Bonds auslösen (mehr hier). Die EZB ist derzeit nämlich nicht in der Lage, in den Staatsanleihenmarkt direkt einzugreifen – so lange, wie sie es konnte, hatte sie den Kurs der Italo-Bonds gestärkt (hier).

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