Italien: Faule Kredite der Banken um 20 Prozent gestiegen

Innerhalb eines Jahres sind die faulen Kredite der italienischen Banken um fast ein Fünftel angestiegen. Die Kreditvergabe an private Kunden und Unternehmen geht zurück. Die Banken haben Liquiditäts-Probleme und haben keine Zeit für die Realwirtschaft.

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Einem Bericht der Italienischen Zentralbank zufolge verschlechtert sich die finanzielle Bilanz der italienischen Banken. Im Vergleich zum Januar 2012 sind die faulen Kredite im Frühjahr 2013 um 17,5 Prozent gestiegen. Vor allem die beiden größten Banken, die UniCredit SpA und die Intesa SanpaoloSpA, können einem Bericht von Bloomberg zufolge aufgrund der anhaltenden Rezession in Italien kaum noch Gewinne erzielen.

Zudem sinkt die Kreditvergabe an private Haushalte um 0,6 Prozent und an Unternehmen um 2,8 Prozent. Die italienischen Banken sind nicht ausreichend mit liquiden Mitteln ausgestattet und mussten daher im Februar bereits Kredite in Höhe von 281 Milliarden Euro von der EZB aufnehmen (mehr hier).

Die drohenden Neuwahlen in Italien haben das Land in eine Schockstarre versetzt. Das Land befindet sich nicht nur im politischen Ausnahmezustand (hier). Die Banken müssen die Milliarden in eigene Staatsanleihen investieren, um die Zinsen so gering wie möglich zu halten (hier). Durch diesen Umweg über die Finanzierung der italienischen Banken hat die EZB also einen heimlichen Bailout Italiens begonnen (hier).

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