SPD zahlte Kellnern auf Partei-Veranstaltung Dumping-Löhne

Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern zahlte den Kellnern auf Parteiveranstaltungen lediglich 6,62 Euro Stundenlohn. Im Wahlkampf fordert die SPD 8,50 Euro. Den Vorfall bezeichnete die Partei als „Versehen“.

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Die SPD fordert einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro. Wer Vollzeit arbeitet müsse davon ordentlich leben können, ohne auf ergänzende Transferleistungen angewiesen zu sein, sagen die Sozialdemokraten. Zudem leisteten Mindestlöhne einen Beitrag zur Stärkung der Binnennachfrage und der sozialen Sicherungssysteme.

Doch in der Praxis verfahren die Genossen offenbar mitunter anders. Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern hat auf einer Veranstaltung in Rostock mit dem SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück und für den Landesparteitag am 16. und 17. März Kellner für einen Stundenlohn von 6,62 Euro gebucht. Dies berichtet die Ostsee-Zeitung unter Berufung auf Hoteliers.

SPD-Ministerpräsident Erwin Sellering sagte Heise, es handle sich um ein Versehen. „Das war uns nicht bewusst. Da müssen wir künftig genauer hinschauen“, zitiert ihn die Ostsee-Zeitung. Dies ist eine weitere Panne im Hinblick auf den SPD-Bundestagswahlkampf. Zuletzt wurde bekannt, dass die Genossen sich von BMW Autos schenken lassen (mehr hier).

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