Papstwahl: Erster Wahlgang gescheitert

Schwarzer Rauch stieg aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle auf. Im ersten Wahlgang konnten sich die 115 Kardinäle für keinen neuen Papst entscheiden.

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Vor etwa vier Stunden hatten sich die 115 Kardinäle in die Sixtinische Kapelle zur Papstwahl zurückgezogen. Doch im ersten Wahlgang konnte keine Mehrheit für einen Kandidaten gefunden werden. Aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle stieg schwarzer Rauch auf. Nun ziehen sich die Kardinäle in ihr Gästehaus Santa Marta zurück. Wie die italienische Zeitung Corriere della Serra berichtete, werden ihnen dort von Nonnen verschiedene Menüs vorbereitet.

Am Mittwoch wird die Papstwahl mit bis zu vier weiteren Wahlgängen fortgesetzt. Die Wahl Papst Benedikts XVI. im Jahr 2005 kam nach etwa 24 Stunden zustande. Die vorangegangenen Papstwahlen dauerten jedoch im Schnitt etwa drei Tage. Der 266. Papst muss mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit gewählt werden.

Doch in Rom geht es nicht nur um den neuen Papst. Es ist vielmehr ein Machtkampf der US-Kardinäle gegen die Italiener (hier). Jahrzehntelange Misswirtschaft, Skandale, Kinder-Schänder-Kriminalität haben in den vergangenen Wochen vor der Papstwahl die Medien beherrscht. Der Rücktritt Papst Benedikt XVI. steht in engem Zusammenhang mit diesen Vorwürfen (mehr hier).

 

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