Staatsanleihen: Italien muss höhere Zinsen zahlen

Am Bond Markt hat Italien bald Spanien eingeholt - in einem unerfreulichen Sinn: Die Auktion von langfristigen Staatsanleihen am Mittwoch zeigte, dass die Märkte sehr nervös sind.

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Italien konnte am Mittwoch zwar bei guter nachfrage zehnjährige Staatsanleihen verkaufen. Die Zinssätze stiegen jedoch: So liegt der Satz für 10jährige Papier nun bei 4,67 Prozent. Damit nähert sich Italien Spanien an: Die Spanier liegen bei 4,72 Prozent. Beobachter erwarten, dass die Zinssätze weiter nach oben gehen werden, weil in Italien immer noch keine Klarheit über den künftigen Kurs besteht.

Bei den Zinssätzen ist zu berücksichtigen, dass im Moment mit Hilfe des EZB massiv manipuliert wird. So dürften auch am Mittwoch wieder vor allem die italienischen Banken gekauft haben. Die EZB hatte die Banken erst kürzlich mit neuer Liquidität versorgt.

Das Interesse der Käufer rührt jedoch auch daher, dass es angesichts der Nullzins-Politik der Zentralbanken wenig attraktive Investments gibt. 4,67 Prozent sind da schon ein Wort – wenn man davon ausgeht, dass die Euro-Zone in zehn Jahre noch so aussieht wie heute. Dies scheint die Haltung der meisten Investoren zu sein.

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