T-Mobile-Fusion: Amerikaner machen mobil gegen René Obermann

Streit um deutsche Vorherrschaft: René Obermann soll in den Aufsichtsrat des neuen Verbunds aus der US-Tochter T-Mobile USA und dem Konkurrenten MetroPCS einziehen. Insgesamt sind die Deutschen viel stärker in dem Aufsichtsgremium vertreten als die Amerikaner. Diese haben daher Widerstand angekündigt.

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Die US-Tochter der Deutschen Telekom, T-Mobile USA, will mit dem Konkurrenten MetroPCS fusionieren. Beide Aufsichtsräte haben bereits zugestimmt. Die Machtverschiebung verläuft bislang ganz im Sinne der Telekom: Der scheidende Telekom-Chef René Obermann soll in den Aufsichtsrat der neuen Firma berufen werden. Dieser hatte bereits angekündigt, den Konzern zum Ende des Jahres 2013 verlassen zu wollen.

Wenn die Aktionäre die finale Zustimmung für den Zusammenschluss per Votum gegeben haben, stellt die Telekom acht von insgesamt elf Aufsichtsräten. Der designierte Telekom-Chef Timotheus Höttges soll dieses Kontrollgremium als Vorsitzender leiten, berichtet das Manager Magazin.

Die Abstimmung der Aktionäre wird am 12. April vorgenommen. Die Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf die Großaktionäre von MetroPCS –  den Hedgefonds Paulson & Co. sowie die Investmentfirma P. Schoenfeld Asset Management –  die bereits ihren Widerstand gegen die einseitige Machtverteilung angekündigt haben.

Nach der Fusion soll MetroPCS nur noch etwa ein Viertel an dem neuen Unternehmen gehören. Ein weiterer Streitpunkt ist die hohe Schuldenlast des neuen Unternehmens. Durch die Beteiligung der Deutschen Telekom werde nach der Fusion ein Schuldenberg in Höhe von 15 Milliarden Dollar bestehen. Die Zustimmung der Aktionäre für die Fusion ist daher kein Selbstläufer.

„Die Deutsche Telekom gerät als Großaktionär und zugleich größter Kreditgeber unweigerlich in Interessenkonflikte“, sagte Peter Schoenfeld, Chef der P. Schoenfeld-Asset-Management. Sollte es bei dieser Konstellation bleiben, kann die Telekom durch die Mehrheit im Aufsichtsrat Entscheidungen auch gegen den Willen der MetroPCS-Aktionäre durchsetzen.

Für Obermann, der zum Jahresende bei der Telekom ausscheidet und in die Niederlande abwandert (hier), ist der Job ein angenehmes Zubrot, mit dem sich der Konzern der anhaltenden Loyalität des Vorgängers versichern will.

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