Deutsche Bank: Nur Jesus kann den Euro retten

Die Deutsche Bank hofft auf eine vollständige Integration des Euro-Raums. Als Vorbild schlägt der FX-Stratege der Bank, Bilal Hafeez, Jesus vor. Er sei der einziger ohne Sünde.

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Jesus war ohne Sünde, lobt die Deutsche Bank. Einmal wurde er jedoch richtig zornig: Bei der Vertreibung der Händler aus dem Tempel.

Jesus war ohne Sünde, lobt die Deutsche Bank. Einmal wurde er jedoch richtig zornig: Bei der Vertreibung der Händler aus dem Tempel.

Die Verzweiflung über die unkontrollierbaren Euro-Staaten muss in der Finanz-Szene schon groß sein. FX-Stratege Bilal Hafeez von der Deutschen Bank sagte bei einem Vortrag bei der jährlichen Mittelstands Konferenz der Bank in Hamburg, dass die Geschichte der Euro-Zone eine Geschichte des Versagens und der Vertragsbrüche sei. Deutschland und Frankreich hätten als erste die Defizit-Kriterien gebrochen. 2008 hätten sich dagegen Irland und Spanien noch an die Regeln gehalten.

In diesem Umfeld der Schurken will Hafeez nur einen Retter sehen: „Mir fällt nur eine Figur ein, die von den meisten Europäern respektiert wird und die nie gesündigt hat – Jesus!“

Die Lösung der Krise sieht Hafeez darin, dass die Euro-Zone zu einer vollständigen politischen und wirtschaftlichen Einheit wird. Die Europäer müssten aufhören, aufeinander Steine zu werfen und nach Schuldigen zu suchen.
Nur wenn ein harter Sparkurs durchgezogen werde, habe die Euro-Zone eine Überlebenschance.

Apopos Sünden: Man lese den Bericht über den Derivaten-Skandal bei JPMorgan und die kriminellen Methoden der Bank (hier). Mit den Zehn Geboten haben diese Leute weniger am Hut als die europäischen Politiker.

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