Aktien-Märkte reagieren negativ auf Zypern-Deal

Der Euro rutschte in den Morgenstunden auf den tiefsten Stand seit Dezember und die Aktienkurse der europäischen Banken sind im Keller. Die Sorge über einen ähnlichen Deal für Italien und Spanien treibt zudem die Zinsen für Anleihen aus Südeuropa in die Höhe.

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Am Montagmorgen haben die europäischen Märkte sofort auf den Beschluss der Eurogruppe vom Wochenende reagiert. Hatte der Eurokurs am Freitag noch bei 1,3074 Dollar gestanden, so fiel er am Montag auf den tiefsten Stand seit Dezember vergangenen Jahres: auf zwischenzeitlich 1,2880 Dollar. Der Dax verlor zu Beginn 1,13 Prozent, der französische CAC rutschte 2,1 Prozent ab und der spanische sowie italienische Aktienindex sanken um fast drei Prozent.

Vor allem die europäischen Geldhäuser spürten die negativen Reaktionen der Anleger. Ganz gleich, ob die Deutsche Bank (-3,3%), die BNP Paribas (-4%), die Société Générale (-5,5%) oder die UniCredit (-4,8%), die Kurse sackten deutlich ab.

Angesichts der Tatsache, dass mit der zypriotischen Zwangabgabe ein ganz neuer Weg in Sachen Rettungspaket gegangen wurde, rücken auch Italien und Spanien wieder in den Vordergrund. Letztlich kann auch für diese Länder eine ähnliche Vorgehensweise, für den Fall das eines der Länder finanzielle Hilfe benötigt, nicht ausgeschlossen werden (hier). Entsprechend zogen die durchschnittlichen Zinssätze für südeuropäische Staatsanleihen stark an. Die Rendite für zehnjährige, spanische Bonds kletterte um 13 Basispunkte auf 5,05 Prozent, die für italienische Papiere mit dergleichen Laufzeit erhöhte sich um 10 Basispunkte auf 4,7 Prozent. Darüber hinaus stieg die Kreditausfallversicherung für zypriotische Bonds um 113 Punkte auf 768 Basispunkte.

Sowohl die Aktienindizex als auch die Aktienkurse der europäischen Banken rutschten in den Morgenstunden ab (Grafik: Ariva).

Sowohl die Aktienindizex als auch die Aktienkurse der europäischen Banken rutschten in den Morgenstunden ab (Grafik: Ariva).

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