Portugals Präsident: Zypern-Zwangsabgabe ist „sehr gefährlich“

Der portugiesische Präsident Anibal Cavaco Silva hat deutliche Worte für die Zwangs-Abgabe für die Sparer in Zypern gefunden: Europa gehe einen sehr gefährlichen Weg. Er habe manchmal den Eindruck, der „Verstand sei anderswohin ausgewandert“.

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Der portugiesische Präsident Anibal Cavaco Silva, hier mit seinem Landsmann José Manuel Barroso, glaubt, dass die Euro-Retter den Verstand verloren haben. (Foto: consilium)

Der portugiesische Präsident Anibal Cavaco Silva, hier mit seinem Landsmann José Manuel Barroso, glaubt, dass die Euro-Retter den Verstand verloren haben. (Foto: consilium)

Nervosität in Portugal: Präsident Anibal Cavaco sagte im TV-Sender SIC, dass Europa einen gefährlichen Weg gehe. „Manchmal denke ich, der gesunde Menschenverstand ist anderswohin ausgewandert.“ Cavaco Silva, dessen Land selbst mit den Folgen eines 78 Milliarden Euro Bailouts zu kämpfen hat, sagte: „Es steht in allen Lehrbüchern: Wenn es einen Mangel an Vertrauen im Bankensystem gibt, dann gibt es kein Land oder kaum ein Land, das dem entkommen kann. Vertrauen ist einer der Grundpfeiler des Finanz-Systems.“

Der Draghi-Mann in Portugal beeilte sich gleich, die Aussage seines des Präsidenten zu relativieren. Carlos Costa, portugiesischer Notenbank-Präsident und Mitglied des EZB-Direktoriums, sagte, die Zwangsabgabe werde in keinem europäischen Land wiederholt, auch nicht in Portugal: „Unsere Konto-Inhaber können sich entspannen, und sicher und zuversichtlich fühlen.“

Auch Angela Merkels Sprecher (hier) und die deutsche Bundesregierung (hier) versicherten ihren Landsleuten, dass der Fall-Zypern mit Deutschland nichts zu tun habe.

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