Crash-Gefahr: EZB verschiebt Zahlung von Not-Krediten an Zypern

In Zypern droht der große Banken-Crash. Die EZB hat die Entscheidung über weitere Not-Kredite verschoben. Die Staatspleite rückt näher

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Die EZB wird ihre Entscheidung über eine weitere Versorgung zyprischer Banken mit Notkrediten verschieben. Sie will zunächst Klarheit über die Einzelheiten des Bailouts abwarten, berichtet Bloomberg.

Die EZB geht derzeit davon aus, dass die zyprischen Banken bis zum Ende der Woche geschlossen bleiben werden. Der Aufschub verschafft der Regierung Zyperns und der Eurogruppe fünf Tage Zeit, um einen Deal zustande zu bringen, der einen Zusammenbruch des zyprischen Bankensektors verhindern soll. Die EZB habe kein Interesse daran, einen solchen Kollaps herbeizuführen.

Die zyprischen Banken sind auf die Notkredite der EZB (ELA) angewiesen. Stoppt die EZB die Zahlungen, sind die Banken sofort pleite. Bereits am Dienstagabend zweifelte Finanzminister Wolfgang Schäuble daran, dass die zyprischen Banken überhaupt wieder aufmachen könnten. Diese sind Schäuble zufolge nämlich bereits seit Herbst 2011 insolvent und haben keinen Zugang zu den Märkten (mehr hier).

Die Lage in Zypern spitzt sich immer mehr zu. Union und FDP haben für Freitag eine Sondersitzung einberufen, bei der Merkel und Schäuble Rede und Antwort stehen sollen (mehr hier).

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