Türkei: Anschlag auf Partei-Zentrale der Regierungspartei AKP

Das türkische Justizministerium und der Hauptsitz der AKP in Ankara, sind Schauplätze von zwei fast zeitgleichen Anschlägen geworden. Nach ersten Erkenntnissen soll die linksextreme Organisation DHKP/C hinter den Aktionen stecken.

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Am Abend des 20. März ist es in der türkischen Haupstadt Ankara zu zwei fast zeitgleichen Raketenangriffen gekommen. Um 20.45 Uhr wurde ein Raketenangriff mit einer Panzerabwehrwaffe auf den Hauptsitz der AKP verübt. Nur 15 Minuten später wurden zwei Handgranaten in das Gebäude des Justizministeriums geworfen. Tote oder Schwerverletzte gebe es nicht.

Der türkische Europa-Minister Egemen Bağış erklärte daraufhin, dass die Feinde der Demokratie und des inneren Friedens die Regierung niemals stürzen werden. Die Türkei werde sich nicht durch solche Attacken von ihrem Weg abbringen lassen.

Der AKP-Abgeordnete Şamil Tayyar meint, dass wohl klar sei, wer die Drahtzieher des Anschlags seien. „Hinter den Anschlägen steckt die durch das Assad-Regime unterstützte linksextreme Terroorganisation DHKP/C“, zitiert die Tageszeitung Akşam den ehemaligen Journalisten. Tatsächlich soll die türkische Polizei vor dem AKP-Gebäude eine Protest-Note der DHKP/C gefunden haben.

Die Ministerin für Familie und Sozialpolitik Fatma Şahin erklärte, dass sich zum Zeitpunkt des Anschlags auf den Hauptsitz der AKP, 191 AKP-Abgeordnete im Gebäude befanden.

Die DHKP/C hatte Ende Januar das Attentat auf die US-Botschaft in Ankara verübt. Begründet wurde der Anschlag mit der Politik der Vereinigten Staaten im Irak, in Syrien, Ägypten und Libyen. Die DHKP/C wirft den USA Völkermord vor. Die Türkei werde hier als „Sklave“ benutzt. Als Marionette der USA müsse nun auch Recep Tayyip Erdoğan mit einem Anschlag rechnen. Eine entsprechende Erklärung hatte die DHKP/C im Internet veröffentlicht

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