EZB-Ultimatum an Zypern: Deal bis Montag, sonst drehen wir den Geldhahn zu

Die Europäische Zentralbank stellt Zypern vor die Alternative: Entweder gibt es bis Montag eine Vereinbarung mit der EU, oder wir stoppen die Hilfskredite. Damit will die EZB die Russen ausstechen.

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Am Mittwoch hatte die EZB die Entscheidung über weitere Notkredite (ELA) verschoben, um zunächst Klarheit über die Einzelheiten über den Deal abwarten (mehr hier). Am Donnerstag entschied der Gouverneurs-Rat der EZB, die Notkredite bis kommenden Montag weiter fließen zu lassen. Ohne diese Kredite wären die Banken des Landes sofort pleite.

Allerdings macht die EZB eine Zahlung von weiteren Notkrediten über Montag hinaus von einer Bedingung abhängig. Die Notkredite nur dann fließen, „wenn ein Programm von EU und IWF eingesetzt worden ist, dass die Zahlungsfähigkeit der betroffenen Banken sicherstellen würde“, schreibt die EZB auf ihrer Webseite.

Das heißt mit anderen Worten, dass die Bemühungen Zyperns, einen Deal mit Russland zu erwirken, letztlich keine Rettung bringen können. Denn ohne ein „Programm von EU und IWF“ will die EZB den Geldhahn abdrehen. Das Bargeld ist in Zypern längst knapp (mehr hier).

Die Ankündigung der EZB hat in Zypern erste Panikreaktionen ausgelöst. Vor allem Kunden der Popular Bank (Laiki Bank) eilten zu den Geldautomaten. In Nikosia kursierten Gerüchte, nach denen die Bank in eine Bad-Bank und eine gesunde Bank aufgespalten werden soll.

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