Moskau in Alarmzustand vor Zypern-Entscheidung

In Moskau herrscht große Nervosiät vor der Entscheidung über Zypern. Es geht um Milliarden-Vermögen, aber auch um die Probleme der Russen, die in Zypern normalen Berufen nachgehen.

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Der Kreml fürchtet sich offenbar vor dem „größten Raubzug an privatem russischen Vermögen in der jüngsten Geschichte“. Die mögliche Zwangsabgabe in Zypern wird vor allem jene Russen treffen, die in normalen bürgerlichen Berufen in Zypern arbeiten. Viele bereiten sich schon auf die Abreise vor (hier).

Daher kursieren im Internet die wildesten Gerüchte. So meldete eine Website, dass aus Moskau eine Weisung an alle Botschaften ergangen sei, die russsichen Staatsanghörigen vor den europäischen Banken zu warnen. Eine offizielle Bestätigung für das Schreiben war am Wochenende nicht zu erhalten. Die russische Botschaft im Berlin konnte das Schreiben am Sonntag weder bestätigen noch dementieren: Es herrscht Journaldienst, qualifizierte Auskünfte könnten erst ab Montag wieder erteilt werden.

Die Aufregung folgt einem harten Statement des russischen Premierminister Medwedew erlassen worden, der das Verhalten der EU beim den Bailout-Verhandlungen mit Zypern scharf kritisierte (mehr hier). Die EU habe „alle möglichen Fehler“ gemacht, die man hätte machen können. Die Zwangsabgabe könne mit Maßnahmen von sowjetischen Autoritäten verglichen werden. Eigentumsrechte müssten respektiert werden, sagte Medwedew.

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