Zypern und Italien drücken Euro auf Vier-Monats-Tief

Europa bleibt instabil: Der Euro tauchte am Mittwoch ab, ebenso die wichtigsten Aktien-Indizes. Die Zinssätze für Italo-Bonds steigen dagegen wieder an, weil in Rom mindestens so viel Chaos herrscht wie in Nikosia.

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Die Aussagen des Chefs der Eurogruppe Dijsselbloem bewegen noch immer die Märkte in Europa. Erste dezente Hinweise einer Kapitalflucht werden sichtbar (hier). Die Verwirrung, ob die Einlagen in Europa nun tatsächlich vor einem Eingriff der EU sicher seien oder nicht, ist weiterhin groß. Entsprechende Reaktionen gab es auch in den ersten Handelsstunden auf dem Europäischen Parkett.

Zusätzlich dazu kündigte der Spitzenkandidat des italienischen Mitte-Links-Bündnisses, Bersani, an, dass es keine Möglichkeit für eine breite Koalition gebe. Zuvor verweigerte ihm Beppe Grillos Protestpartei die Zusammenarbeit – eine Koalition mit Berlusconi schließt Bersani noch immer aus.

Eurokurs rutscht ab

Der Euro rutschte zwischenzeitlich auf 1,2769 Dollar und sank somit auf ein Vier-Monats-Tief. Der Euro Stoxx 50 verlor 42,97 Punkte und der FTSE 100 verlor ebenfalls fast 42 Punkte (41,89). Entsprechend sinkende Zahlen vermeldeten am Mittwochvormittag auch der Dax (-102,01 Punkten), der italienische Aktienindex FTSE MIB (-226,70 Punkte), der spanische IBEX 35 (-143,70 Punkte) und der französische CAC 40 (-65,95 Punkte).

Auf dem europäischen Anleihenmarkt war eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. Die zehnjährigen italienischen und spanischen Anleihen verloren deutlich an Wert, was die Zinskosten für diese Bonds wieder in die Höhe trieb. Die Zinssätze für italienische Staatsanleihen kletterten um 16 Basispunkte auf  4,73 Prozent und für spanische Bonds um 12 Basispunkte auf 5,06 Prozent.

Neben dem Eurokurs fielen auch die wichtigsten europäischen Aktien-Indizes am Mittwochvormittag (Grafik: DWN/Ariva).

Neben dem Eurokurs fielen auch die wichtigsten europäischen Aktien-Indizes am Mittwochvormittag (Grafik: DWN/Ariva).

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