Frankreich: Fussball-Millionäre sollen Reichen-Steuer zahlen

Einmal eine gute Idee von Francois Hollande: Er will die Fußball-Millionäre mit der Reichensteuer belegen. Die Clubs sehen bereits den Weltuntergang heraufziehen und bedrohen Hollande mit dem Ausschluss aus der VIP-Loge.

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Im Stadion von Paris St. Germain könnten bald nur noch zweitklassige Spieler zu sehen sein.

Im Stadion von Paris St. Germain könnten bald nur noch zweitklassige Spieler zu sehen sein.

Präsident Hollande fabriziert viel sozialistischen Unsinn, der die Wirtschaft schwer belasten kann. Zuletzt schlug er vor, mittelständische Unternehmen massiv besteuern zu wollen (mehr hier).

So unsinnig diese Steuer für das produzierende Gewerbe ist, so nützlich könnte ein anderer Nebeneffekt sein: Die Steuer würde nämlich auch die französischen Millionäre im unproduktivsten Gewerbe des Landes betreffen – dem Profi-Fussball.

„Die neue Steuer wird die Mannschaften der ersten Liga 82 Millionen Euro kosten“, zitiert Bloomberg ein Statement der französischen Fußball-Liga. Bei diesen Kosten werde Frankreich seine besten Spieler verlieren, und die Regierung ihre besten Steuerzahler. Bisher zahlen die Top-Spieler ab einem Jahreseinkommen von 500.000 Euro nur einen Spitzensteuersatz von 49 Prozent.

Mindestens 12 Spieler von Paris St. Germain, Frankreichs reichstem Fußball-Club, verdienen mehr als eine Million Euro pro Jahr und wären somit von Hollandes neuer Steuer betroffen, darunter der Schwede Zlatan Ibrahimovic mit 15 Millionen Euro und der italienische Trainer Carlo Ancelotti mit 12 Millionen Euro.

Die Filmstars Gerard Depardieu (mehr hier) und Brigitte Bardot (hier) haben Frankreich bereits verlassen. Die Fußballer könnten nun die nächsten Franzosen sein, die vor den Sozialisten ins Ausland fliehen.

Das würde dem französischen Fussball indes guttun: Die Nationalmannschaft hatte bei der Fußball-WM in Südafrika ein schauerliches Bild der Dekadenz abgeliefert. Wegen der vielen Legionäre aus allen Teilen der Welt kommt der Nachwuchs zu kurz. Der Fussball verkommt auf diesem Weg zum globalen VIP-Entertainment, für das die Reichen in der Tat gar nicht genug Steuern zahlen können.

Es ist allerdings zu erwarten, dass Hollande eher einknickt, wenn ihm die UEFA den Zutritt zur VIP-Loge verwehrt als wenn ein Verband mittelständischer Unternehmen ihm die dröge Ankündigung des Massen-Bankrotts überreicht.

 

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