Euro-Krise: Schweizer Wachstum in Gefahr

Auch die Schweizer Wirtschaft bekommt die Eurokrise zu spüren. Produktion und Anzahl der Neuaufträge gehen zurück, nachdem in den vergangenen Monaten von einer spürbaren Erholung die Rede war.

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Der Schweizer Einkaufsmanager-Index (PMI) fiel im März auf einen saisonal angepassten Wert von 48,3 Punkten. Er lag damit um 2,5 Punkte niedriger als im Vormonat und um knapp 2 Punkte schwächer als von Analysten vorausgesagt. Zum ersten mal seit Dezember fiel die Marke damit aus dem Wachstums-Bereich, der bei einem Wert von 50 beginnt. Davor lagen die Aussichten der befragten Einkaufsmanager mehr als ein Jahr lang im negativen Bereich.

In dem vom Schweizer Fachverband procure.ch erstellten Bericht heißt es, die offenen Fragen rund um die Zypern-Rettung und die Pattsituation in Italien nach den Parlamentswahlen hätten auch auf die Schweizer Wirtschaft durchgeschlagen. Der PMI ist damit auf Linie zu anderen Kennzahlen, die darauf hindeuten, dass sich die Erholung der Schweizer Wirtschaft verlangsamt.

Die PMI-Studie zeigt, dass im März sowohl die Produktion als auch die Neuaufträge in den Unternehmen stark fielen. Einzig in der Bewertungskategorie „Beschäftigung“ verfehlte man mit 49,2 Zählern nur knapp den Wachstums-Bereich und insgesamt den höchsten Stand seit September 2011. Die Studienautoren erwarten, dass das jüngste Aufflackern der Krise noch anhalten wird, sehen den mittelfristigen Trend in Richtung Aufschwung in der Eurozone jedoch nicht in Gefahr. Die volkwirtschaftliche Entwicklung in der Schweiz steht in engem Zusammenhang mit jener im Euroraum.

Die Schweizer Regierung hatte erst letzten Monat ihren Ausblick auf das Wirtschaftswachstum für 2014 leicht angehoben. Damit war man optimistischer als die Schweizer Zentralbank. Diese warnte davor, dass die Kapitalzuflüsse infolge der Eurokrise den Schweizer Franken wieder aufwerten würden. Das würde die Exporte in den Euro-Raum verteuern.

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