Bitcoin-Absturz: „Panik-Verkäufe, Hacker-Attacken, Crash“

Der Handel an der weltweit größten Online-Börse für Bitcoin musste am Donnerstag für zwölf Stunden eingestellt werden. Das liegt jedoch nicht etwa an Hacker-Attacken, sondern an dem anhaltenden Massenansturm auf die Alternativ-Währung.

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Der Bitcoin-Kurs, der noch am Mittwoch deutlich oberhalb von 200 Euro lag, liegt am Freitagnachmittag um 60 Euro. „An der aktuellen Situation gibt es wirklich nicht viel schönzureden“, kommentierte Oliver Flaskämper, Geschäftsführer von Bitcoin Deutschland, die Kursentwicklung. Was er am Donnerstag noch als „Kurskorrektur“ bezeichnet hatte (mehr hier), nennt er nun einen „echten Crash“.

Die extremen Preisschwankungen sind allerdings nicht auf objektive Veränderungen bei Bitcoin zurückzuführen. Lediglich die subjektiven Bewertungen der Währung durch die Marktteilnehmer schwanken offenkundig sehr stark.

Bereits am Donnerstag hatte es Gerüchte über Hackerattacken auf verschiedene Online-Börsen gegeben. Doch der Betreiber der größten Online-Börse Mt.Gox sagte: „Wir waren nicht das Opfer einer DDos-Attacke, sondern ein Opfer unseres eigenen Erfolgs.“ Es gebe einen Ansturm neuer Nutzer, was die Systeme überfordert habe.

Mt.Gox sagt: „Die Zahl der Account-Eröffnungen hat sich von 60.000 im März auf 75.000 neue Accounts in den ersten paar Apriltagen erhöht.“ Derzeit würden 20.000 Accounts pro Tag eröffnet. Zudem sei aufgrund von „Panik-Verkäufen“ nach dem extremen Preissturz das Handelsvolumen zusätzlich massiv angestiegen.

Daher wurde der Handel bei Mt.Gox am Donnerstag für zwölf Stunden eingestellt, „um einige neue Server zu unserem System hinzuzufügen“, so Mt.Gox. Auch die Online-Börse Bitcoin Deutschland war am Donnerstagabend und am Freitagnachmittag kurzzeitig nicht erreichbar. Auch hier mussten aufgrund des extrem gestiegenen Interesses die Serverkapazitäten erneut massiv erweitert werden.

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