Wegen Zypern: Gold im freien Fall

Der Absturz der Gold- und Silberpreise setzte sich am Montag fort. Goldman Sachs hatte Investoren empfohlen, Gold zu verkaufen. Viele Gold-Investoren hingegen vertrauen weiterhin auf das Edelmetall. Es wird vermutet, dass der Preissturz im Zusammenhang mit dem Verkauf des zypriotischen Goldes steht.

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Nach Öffnung der Märkte in Asien hatte sich am Montagmorgen der Absturz des Goldpreises fortgesetzt. Und der Absturz ging am Montag weiter. Zeitweise lag der Goldpreis bei nur 1.386 Dollar (1.061 Euro), so tief wie seit April 2011 nicht mehr. Sein bisheriges Hoch hatte der Goldpreis im September 2011 mit 1.920 Dollar erreicht.

Noch stärker brach der Silberpreis ein, allein am Montag um rund zehn Prozent. Zwischenzeitlich lag der Silberpreis nur bei 23 Dollar (17,60 Euro), so tief wie seit 2010 nicht mehr.

In der vergangenen Woche waren Forderungen der EZB bekannt geworden, das Gold Zyperns als Beitrag des Landes zum Bailout zu verkaufen (mehr hier). Die zypriotischen 13,9 Tonnen Gold sind zwar weltweit betrachtet nur eine relative geringe Menge.

Doch wenn andere Euro-Staaten ebenfalls Gold verkaufen müssten, würde das Angebot deutlich vergrößert. Italien etwa verfügt über gewaltige Goldreserven. Es wird darauf spekuliert, dass durch das möglicherweise größere Angebot die Preise fallen, berichtet die FT.

Kürzlich hatte Goldman Sachs Investoren empfohlen, ihr Gold zu verkaufen. Die Bank Société Générale hatte sogar vom „Ende der Gold-Ära“ gesprochen.

Viele Goldinvestoren hingegen vertrauen weiterhin auf das Edelmetall, darunter John Paulson, der Milliarden damit verdient hat (mehr hier). Für das Edelmetall spricht, dass die großen Zentralbanken der Welt ihre Bilanzen auch weiterhin massiv aufblähen, wodurch die entsprechenden Währungen entwertet werden.

Zudem ist in Zypern deutlich geworden, dass Edelmetalle im Vergleich zum Bankkonto eine sicherere Anlage sein können. Während die Kontobesitzer große Teile ihrer Guthaben verloren, machten die Besitzer von Gold und Silber dort keine Verluste.

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