Leben wie ein Sozialist in Frankreich: Acht Minister sind Millionäre

Von den 38 Ministern der sozialistischen Regierung von Francois Hollande sind acht Millionäre. Keine schlechte Quote. Auffallend: Die meisten haben in Immobilien investiert.

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In Frankreich legen die Herrschenden traditionell Wert auf ansprechende Immobilien. Hier der Spiegelsaal im Schloß Versailless. (Foto: liberty.org)

In Frankreich legen die Herrschenden traditionell Wert auf ansprechende Immobilien. Hier der Spiegelsaal im Schloß Versailless. (Foto: liberty.org)

Am Montagnachmittag veröffentlichten die französischen Minister ihr Vermögen, für jedermann einsehbar auf der Seite der französischen Regierung. Anders als bei den Staatsfinanzen scheinen die Sozialisten von Francois Hollande ziemlich tüchtig zu sein, wenn es um das eigene Vermögen geht. Acht der französischen Minister sind Millionäre. Der bekannteste Kämpfer gegen den internationalen Kapitalismus, Industrie-Minister Arnaud Montebourg, kratzt sogar am Milliardär-Status.

So zeigen beispielsweise die Dokumente auf der Regierungsseite, dass der französische Premier Jean-Marc Ayrault ein Vermögen von 1,5 Millionen Euro besitzt. Der Arbeitsminister, Michel Sapin gab ein Vermögen von zwei Millionen Euro an, Gesundheitsministerin Marisol Touraine nannte 1,4 Millionen Euro. Die französische Ministerin für Ältere, Michele Delaunay, gab bereits Stunden vor den anderen Ministern Vermögenswerte in Höhe von 5,4 Millionen Euro an (hier).

Ähnlich gut geht es auch dem französischen Minister für Bildung, Vincent Peillon. Er besitzt unter anderem ein Zuhause in Essone im Wert von 650.000 und besitzt unter anderem 33.000 Euro auf diversen Bankkonten. Arnaud Montebourg hält 40 Prozent eines 890.000 Euro teuren Appartements in Paris und verfügt über mehrere Bankkonten, auf denen 321.420 Euro liegen. Der französische Präsident Hollande selbst gab bei seinem Amtsantritt ein Vermögen in Höhe von 1,170.000 Millionen Euro an.

Die Veröffentlichung war nach dem Steuerskandal des Budgetministers Cahuzac erfolgt.

Die Frage, wie abgehoben die französische Regierung ist, beschäftigt die Truppe von Hollande faktisch rund um die Uhr. Die hohe Arbeitslosigkeit, der Verfall der Wirtschaft und der politische Kultur sind in Paris längst unbedeutende Nebenschauplätze.

Die Stadt spricht davon, dass ein Minister einen Rokoko-Stuhl für 4.000 Euro zu Hause stehen hat.

Unmöglich, finden die einen.

Très joli aussi bon goût!, sagen die anderen.

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