Merkel will ältere Arbeitnehmer aus ihren Jobs herauskaufen

Angela Merkel schlägt vor: Die EU soll die 6 Milliarden Euro für den Arbeitsmarkt dazu verwenden, ältere Menschen in die Frührente zu schicken. Damit kämen wieder mehr junge Leute in Arbeit.

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Seit Anfang 2008 ist die Jugendarbeitslosigkeit in der EU und der Eurozone angestiegen (Grafik: Eurostat).

Seit Anfang 2008 ist die Jugendarbeitslosigkeit in der EU und der Eurozone angestiegen (Grafik: Eurostat).

Die Jugendarbeitslosigkeit steigt. Südeuropa kämpft mit einer Jugendarbeitslosigkeit von mehr als 50 Prozent. Der Weg in eine feste Arbeit, von der man auch leben kann, ist für viele in Griechenland und Spanien unmöglich geworden. Aus diesem Grund will die EU ab 2014 sechs Milliarden Euro locker machen. Doch statt damit staatlich finanzierte Arbeitsplätze zu schaffen, will Angela Merkel die älteren Arbeitnehmer in Frührente schicken.

Die Bundeskanzlerin will für einen gewissen Zeitraum EU-Gelder für die Frührente heranziehen. Es sei doch besser, „ich mache das, was  wir in Deutschland gemacht haben und mache ein paar Jahre lang Vorruhestandsregelung“, sagte Angela Merkel auf einer Arbeitsmarkt-Konferenz der Union am Montag. Das solle Anreize für ältere Menschen schaffen, früher in Rente zu gehen. Die Unternehmen könnten dann im Gegenzug verpflichtet werden, die so frei gewordenen Arbeitsplätze mit Jüngeren zu besetzen. Letztlich gehe es weniger darum, wie viel Geld die EU einsetze, zitiert die FAZ Angela Merkel. Vor allem müsse man die sechs Milliarden Euro so ausgeben, „dass auch etwas dabei herauskomme“.

Auf der anderen Seite aber, orientiert sich beispielsweise die Bundesagentur für Arbeit auf der Suche nach Pflegepersonal nach China und die Philippinen, statt Arbeitslose aus EU-Ländern zu vermitteln (hier). Darüber hinaus soll eine EU-Fonds in Höhe von 20 Milliarden Euro Jugendliche eigentlich dazu bewegen, ihr Heimatland für eine Arbeit zu verlassen (mehr hier). Schließlich müssten die Jugendlichen heutzutage einfach Fremdsprachen beherrschen, so Merkel Ende vergangenen Jahres.

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