Watertown: Polizei umstellt zweiten Verdächtigen

In Watertown bei Boston kommt es offenbar zum Showdown: Die Polizei hat ein Haus umstellt, in dem sich der zweite Verdächtige des Bomben-Anschlags vom Boston Marathon befinden soll.

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Die Polizei hat die Bürger um etwa 19 Uhr EST aufgefordert, ihre Häuser nicht mehr zu verlassen. Nachdem die Beamten zunächst ein bestimmtes Haus in dem Ort bei Boston im Visier hatten (mehr hier), sucht man nun offenbar auch wieder an anderen Plätzen.

Um 18 EST hat der Gouverneur von Massachusetts, Patrick, die Ausgangssperre für Boston wieder aufgehoben. Die Suche nach dem zweiten Verdächtigen geht weiter.

In der Norfolk Street in Cambridge, wo die beiden Verdächtigen zuletzt gelebt haben sollen, würden sie derweil eine kontrollierte Explosion planen. Wie Colonel Timothy Alben, von der Polizei in Massachusetts, in einer Pressekonferenz um 12.30 Uhr (Ortszeit) mitteilte, bestehe im Augenblick „keine Gefahr“. Die Situation könne sich jedoch von Minute zu Minute ändern. Nach Angaben von Alben sei die Suche derzeit zu 60 Prozent abgeschlossen.

Mittlerweile hat sich auch der Onkel der beiden Verdächtigen, Ruslan Tsarni, zu Wort gemeldet. Er bezeichnet die Brüder als „Verlierer“. Den Reportern vor seinem Haus in einem Vorort von Maryland entgegnet er, dass Tamerlan und Dzhokhar Tsarnaev weder radikale Muslime noch militante Tschetschenen gewesen wären. Er spekuliert, dass sie wohl Schwierigkeiten bei der Assimilation in den Vereinigten Staaten gehabt hätten, nachdem ihr Vater sie 2003 nach Cambrigde gebracht habe. Die Unfähigkeit sich einzugliedern, hätte schließlich zum Hass auf alle geführt, denen das gelungen sei.

Am Abend (deutscher Zeit) hat der Boston Globe via CBS News einen Livestream zu den Ereignissen eingerichtet.

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