WAZ treibt Telekom an: Kritischer Bericht macht Bürokraten Beine

Sechs Monate lang blieb eine Baustelle direkt vor einer Bochumer Arztpraxis verwaist. Mehrfache Beschwerden bei der zuständigen Telekom blieben wirkungslos. Erst ein Medienbericht brachte die Verantwortlichen jetzt zum Handeln.

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Ein halbes Jahr passierte auf einer Telekom-Baustelle in Bochum trotz mehrfacher Reklamation gar nichts – jetzt ging plötzlich alles ganz fix. Nachdem die WAZ die ärgerliche Warteschleife bei der Gehweg-Schließung in einem Artikel thematisierte, wurde die Baustelle nun innerhalb von zwei Tagen fertiggestellt.

Seit Herbst wartete Jörg Dorlöchter, dass die Pflasterung vor seiner Zahnarztpraxis endlich geschlossen wird. Zwei Jahre lang waren zuvor um das Haus herum Grabungsarbeiten im Gange. Vor sechs Monaten beschädigten die Straßenbauer dann eine Telekom-Leitung. Zwei Wochen lang fiel damit in der Praxis das Telefon aus. Das gerade erst verlegte Pflaster musste neu aufgerissen, die Leitung repariert und das Loch wieder aufgefüllt werden – doch die Pflastersteine wurden nicht wieder eingesetzt.

Wie sich nun zeigt, hätten die notwendigen Verlegungsarbeiten innerhalb eines Tages fertiggestellt werden können. Umso ärgerlicher war die Angelegenheit für die Nutzer und die Eigentümer des Hauses. Vor allem für in ihrer Mobilität eingeschränkte Patienten des Zahnarztes war die Baustelle vor dem Eingang ein echtes Hindernis. Trotz mehrfacher Anfragen an die Telekom, man möge die Fertigstellung der Baustelle veranlassen, fühlte sich scheinbar niemand zuständig.

Besonders vielsagend ist der Fall, weil sich nach dem Erscheinen des Artikels in der WAZ plötzlich alles änderte. Ein Telekom-Sprecher sagte auf Anfrage, man bedauere die Angelegenheit. Begründet wird die lange Ruhezeit auf der Baustelle mit der Insolvenz des beauftragten Bauunternehmens. Warum danach keine andere Firma zur Fertigstellung herangezogen wurde, darüber gab es keine Auskunft.

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