US-Notenbank: Auch in den USA kommt die Zwangs-Abgabe

Wenn systemrelevante Banken in den USA fallen, werden die Sparer alles verlieren. Sonst würde eine Kettenreaktion der fälligen Kredite das Bankensystem zum Einsturz bringen. Die Fed sieht für so einen Fall nur eine Lösung: die Zwangsabgabe.

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Fed-Vorstand Jeremy Stein. (Screenshot: Youtube)

Fed-Vorstand Jeremy Stein. (Screenshot: Youtube)

In einer Rede zur „Regulierung große Finanzinstitute“ warnte Jeremy Stein von der US-amerikanischen Zentralbank Fed vor einer Zwangsabgabe für Bankkunden in den USA. Der Bankenstatus des „too-big-to-fail“ (TBTF) gilt für den amerikanischen Bankensektor mehr denn je. Ein weiterer Bailout der Banken sei ausgeschlossen.

Jeremy Stein wörtlich:

„Was den Punkt der TBTF-Banken angeht, habe ich keinen Zweifel daran, dass die privaten Investoren die Verluste bezahlen müssen…Auch wenn das zu einem Resultat führt, dass schmutziger und kostspieliger ist, als wir es uns im Idealfall vorstellen würden…Die Fed kann ihre Not-Instrumente nicht zu einem Bailout für private Institute heranziehen.“

Die Zwangsabgabe in Zypern hat einen Präzedenzfall geliefert, in dem die Menschen nun nicht mehr in erster Linie als Steuerzahler, sondern als Bankkunden, für die Krise aufkommen müssen. Nicht nur in den USA, auch in Deutschland scheint man von dem neuen Instrument der Politik und der Bankenlobby angetan zu sein (mehr hier).

Die angespannte Situation der US-amerikanischen Banken wird noch verstärkt durch die Schuldenkrise in Europa. Auch die Banken in Österreich sind nicht ausreichend mit Liquidität ausgestattet. Ihre Verflechtung in Geschäften mit Fremdwährungskrediten in Übersee ist ein weiterer Risikofaktor, wenn die nächste Bank pleitegeht (mehr hier).

Auch der Bankensektor in Luxemburg und Malta ist nicht so stabil, wie es die Länder gern hätten. Insidern zufolge sind diese beiden Euro-Länder sichere Kandidaten für die nächste Zwangsabgabe (hier).

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