Wegen Streik: Lufthansa streicht alle Deutschland- und Europa-Flüge

Um Jobgarantien und 5,2 Prozent mehr Lohn durchzusetzen, hat Verdi für Montag zum Streik aufgerufen. Die Lufthansa informiert ihre Kunden im Internet und ermöglicht ihnen zudem das Umsteigen auf die Bahn.

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Verdi hat für Montag zu einem ganztägigen Warnstreik an allen großen deutschen Flughäfen aufgerufen. Die Gewerkschaft will Jobgarantien und 5,2 Prozent mehr Lohn durchsetzen (mehr hier). Wegen des Streiks musste die Lufthansa nun fast alle Deutschland- und Europa-Flüge streichen. Flüge von Germanwings sind davon allerdings nicht betroffen.

Nur circa Kurzstreckenflüge werden am Montag starten können, beispielsweise ab Berlin, wo der Warnstreik bereits um 14.30 Uhr enden soll, so die Airline. Auch bei den Langstreckenflügen wird es zu zahlreichen Ausfällen kommen. In Frankfurt etwa werden von 50 geplanten Interkontinentalverbindungen voraussichtlich sechs starten.

Die Kunden der Lufthansa können sich auf der Webseite des Unternehmens über den Status ihres Fluges informieren. Sollte der Flug gestrichen sein, können die Passagiere online prüfen, ob sie schon auf einen Alternativflug umgebucht wurden. Dann können sie ihre neue Bordkarte sofort online erstellen.

So versucht das Unternehmen, die Auswirkungen des Streiks für die Kunden so gering wie möglich zu halten.

Umsteigen auf die Bahn

Zudem können Passagiere, deren Deutschland-Flüge aufgrund des Streiks gestrichen wurden, die Züge der Deutsche Bahn nutzen. Dafür wandeln sie das etix® entweder im Internet oder an einem Lufthansa Check-in Automaten in einen Reisegutschein um.

Ist es den Reisenden aus zeitlichen Gründen nicht möglich, ihr Ticket online oder an einem Check-in Automaten umzuwandeln, so empfiehlt die Lufthansa den Kauf eines Bahntickets. Die Arline erstattet dann allerdings nur den Wert des nicht genutzten Flugcoupons.

Die Deutsche Bahn will am Montag zusätzliche Züge einsetzen. Es könnten sogar zusätzliche Mitarbeiter eingesetzt werden, um das höhere Fahrgastaufkommen zu bewältigen, so das Unternehmen. Dennoch werden die Bahnen wohl voller sein als gewöhnlich.

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