London gibt nach: Bankgeheimnis in britischen Steuer-Oasen wird abgeschafft

Großbritannien kommt den Forderungen der EU nach. Künftig sollen die Überseegebiete wie die Kaimaninseln und die Bermudas die Daten ihrer Kunden automatisch weitergeben.

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Schäuble erhölt von Osborne nun den Zugriff auf die Informationen zu Bankkonten in britischen Steuer-Oasen (Foto: Consilium).

Schäuble erhölt von Osborne nun den Zugriff auf die Informationen zu Bankkonten in britischen Steuer-Oasen (Foto: Consilium).

Im Kampf gegen die Steuerflucht ist nun auch Großbritannien eingeknickt. Angaben zu Bankkunden in britischen Steuer-Oasen sollen ausländischen Behörden zugänglich gemacht werden.

Nach Luxemburg hat sich nun auch London für mehr Zusammenarbeit mit der EU ausgesprochen. Das Bankgeheimnis in den britischen Überseegebieten wird abgeschafft. Die karibischen Inseln haben einen halb-autonomen Status innerhalb des Vereinigten Königreichs, aber sind nicht Teil der EU. Nun sollen diese jedoch London mit Informationen über Inhaber von Bankkunden versorgen, teilte der britische Finanzminister Osborne am Donnerstag.

Für Deutschland, Italien, Frankreich und Spanien sollen die Informationen ebenfalls zugänglich gemacht werden, heißt es in einer Mitteilung des britischen Finanzministeriums. Zu den betroffenen Überseegebieten zählen neben den Kaimaninseln und den Bermudas unter anderem auch die Britischen Jungferninsel, Montserrat sowie die Turks- und Caicosinseln. Osborne betonte, dass es sich bei dieser Entscheidung um einen „entscheidenden Schritt“ handele:

„Ich hoffe nun, andere werden dem Schritt dieser Regierungen folgen und ähnliche Verpflichtungen für mehr Transparenz eingehen. Damit werden die Schlupfwinkel für diejenigen, die versuchen, Steuerzahlungen zu umgehen und ihre Vermögenswerte zu verstecken, eliminiert.“

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