Strom-Netz außer Kontrolle: Österreich schrammt am Blackout vorbei

Aufgrund einer plötzlichen Datenflut wurden die Steuerungszentralen des österreichischen Stromnetzbetreibers APG vorübergehend lahmgelegt. Die Stromversorgung in Österreich geriet in Gefahr. Der Vorfall zeigt: Die Stromversorgung hängt in Österreich an einem seidenen Faden.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Der österreichische Übertragungsnetzbetreiber APG hat am vergangenen Freitag mit Mühe und Not einen Totalausfall der Stromversorgung in Österreich verhindert. Die IT-Zentrale der APG wurde urplötzlich mit einer so großen „Flut von Messdaten“ aus dem Süden des Landes konfrontiert, dass ein Ausgleich der Stromversorgung per Mausklick nicht mehr möglich war, berichtet die Presse.

Die IT hat versagt. Wie es genau zu dem Ausfall kommen konnte, ist noch unklar. Wie vor Jahrzehnten musste die APG „Nottrupps zu den Donaukraftwerken schicken, um die Schleusen im Fall der Fälle händisch bedienen zu können“, heißt es in dem Bericht. Ein Hacker-Angriff konnte die APG nicht ausschließen. Wahrscheinlicher sei aber, dass ein Software-Fehler das Netz in die heikle Situation geführt habe, sagte Walter Boltz, Energieregulator Österreichs.

Vermutungen zufolge könnte ein „vergessenes“ Software-Update oder inkompatible Software zweier Unternehmen die Überlastung ausgelöst haben. Weitere Informationen sollen noch in dieser Woche veröffentlicht werden. Es sei aber durchaus denkbar, dass „das Problem aus dem Ausland nach Österreich getragen wurde“, so Boltz. Die Folgen hätten auch verheerender sein können. Zu großen Blackouts kam es nicht, aber es kann derzeit nicht widerlegt werden, dass die Energieversorgung Österreichs erhebliche Sicherheitslücken aufweist.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick