Kreditkarten-Duplikate: Bankomaten weltweit geplündert, auch in Deutschland

Weltweit ergaunern Bankräuber über 40 Millionen Dollar mit einem koordinierten Hacker-Angriff. Auch deutsche Geldautomaten wurden geplündert. Innerhalb von zehn Stunden hoben die Betrüger den Betrag mit Hilfe von gefälschten Kreditkarten ab.

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In einem der größten Banküberfälle aller Zeiten haben Diebe an Bankautomaten auf der ganzen Welt über 40 Millionen Dollar erbeutet. Betroffen sind auch Geldautomaten in sieben deutschen Städten, an denen etwa 1,8 Millionen Euro abgehoben wurden. Wie Reuters berichtet, bestätigte die Staatsanwaltschaft die Verhaftung von zwei Tätern.

Mit Kreditkarten-Duplikaten ausgestattet, hatten die Täter bereits 170.000 Euro von dem Bankautomaten abgehoben. Die Bandenmitglieder sitzen nun in Untersuchungshaft. Der weltweite Raubzug muss über hundert Eingeweihte und Mittäter umfassen. Der Kern der Organisation liegt offenbar in New York, wo das US-Justizministerium am Donnerstag sieben Männer hat verhaften lassen.

Die Diebe seien mit „chirurgischer Präzision“ vorgegangen, sagte die New Yorker Staatsanwaltschaft. „Anstelle von Pistolen und Masken benutzte diese Cyber-Verbrecherbande Laptops und das Internet“, sagte Staatsanwältin Loretta Lynch. Allein in New York wurden binnen zehn Stunden über 2,4 Millionen Dollar erbeutet.

Weltweit zählten die Behörden 40.500 Zugriffe auf die Geldautomaten, die Täter kamen mit Geldsäcken von über 45 Millionen Dollar davon. Die Bank Muscat aus dem Oman gab an, mit nur 12 gefälschten Kreditkarten um 39 Millionen Dollar gebracht worden sei. Bei den Karten handelte es sich um aufladbare Kreditkarten, die vor allem in den USA weit verbreitet sind.

Deutsche Kreditkarten fälschungssicher

Kreditkarten von deutschen Kreditinstituten wurden nicht gefälscht, sagte ein Sprecher der Deutschen Kreditwirtschaft (DK). Da die Bankautomaten hierzulande auf den goldenen Chip zugreifen, der als fälschungssicher gilt, können die Bankräuber mit deutschen Kreditkarten nichts anfangen. Ausländische Kreditkarten haben alle zur Abhebung notwendigen Daten auf dem Magnetstreifen gespeichert. Diese können sehr wohl gefälscht werden und haben den Rekordraub erst möglich gemacht.

Die Fälschungen seien den Karten des Anbieters MasterCard nachempfunden worden. Ein Sprecher von MasterCard betonte jedoch, in die Systeme des Anbieters sei zuvor nicht eingebrochen worden. Der entstandene Schaden muss von den Karten-Dienstleistern, den Abwicklern oder den Banken bezahlt werden. „Kreditkarten-Inhaber müssen sich keine Sorgen machen“, sagte ein Sprecher von Mastercard Deutschland.

Bankautomaten müssen nicht mehr wie hier umständlich geknackt werden. Eine Kreditkartenfälschung genügt:

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