Niederlande empört: Wir müssen sparen, weil Brüssel mehr Geld will

Die Niederlande waren gegen eine Erhöhung des EU-Budgets. Dennoch müssen auch sie noch dieses Jahr bis zu einer halben Milliarde Euro mehr an Brüssel zahlen. Finanzminister Dijsselbloem muss nun im nationalen Haushalt streichen.

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Der niederländische Finanzminister Dijsselbloem muss noch dieses Jahr eine halbe Milliarde Euro nach Brüssel überweisen. Das Geld fehlt ihm zuhause. (Foto: Consilium)

Der niederländische Finanzminister Dijsselbloem muss noch dieses Jahr eine halbe Milliarde Euro nach Brüssel überweisen. Das Geld fehlt ihm zuhause. (Foto: Consilium)

Auf die Niederlande kommen zusätzliche Zahlungen an die EU in Höhe von einer halben Milliarde Euro zu. Denn das Land muss dazu beitragen, das Loch im Brüsseler Haushalt für dieses Jahr zu stopfen.

Die EU-Mitgliedstaaten müssen dieses Jahr zusätzlich 7,3 Milliarden Euro für den EU-Haushalt aufbringen. Darauf einigten sich die EU-Finanzminister am Dienstag. Allerdings stimmten die Niederlande, Großbritannien und Finnland gegen die Budget-Erhöhung. Doch um einen Beschluss zu verhindern, wären mindestens vier Gegenstimmen nötig gewesen.

Der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem sagte, die Budget-Erhöhung sei „eine große Enttäuschung“ für die Niederlande, berichtet NRC.

Die Niederlande müssen „im schlimmsten Fall“ bis zu 500 Millionen Euro zusätzlich zahlen, sagte Dijsselbloem. Durch die zusätzlichen Zahlungen an Brüssel entstehe ein neues Loch im nationalen Haushalt. Daher müsse er nun bei den Ausgaben in den Niederlanden kürzen, so Dijsselbloem. Sonst drohe das Defizit seines Landes außer Kontrolle zu geraten.

Auch Großbritannien muss 2013 mindestens eine Milliarde mehr nach Brüssel überweisen, obwohl das Land gegen die Budget-Erhöhung gestimmt hat. Dort werden die Stimmen für einen EU-Austritt lauter (hier).

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