EU kämpft im Indischen Ozean gegen Piraten

37 Millionen Euro lässt sich die EU den Kampf gegen Piraten im Indischen Ozean kosten. Was damit bezweckt wird ist unklar. Auch über den genauen Verbleib der Geld herrscht vollständige Intransparenz.

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Am Dienstag teilte die EU-Kommission mit, den Kampf gegen die Piraterie im Indischen Ozean auszuweiten. Dafür stellte sie 37 Millionen Euro zur Verfügung. Doch das Geld fließt nicht in umfangreichere Kontrollen der Seewege, sondern in die Verwaltungsbehörden afrikanischer Länder.

Seit 2008 befindet sich die EU bereits im Indischen Ozean. Piebalgs zufolge ist die Piraterie von 2011 bis 2012 um 62 Prozent zurückgegangen. Trotzdem sollen weiter Gelder fließen. Ost- und südafrikanische Länder wie Somalia sollen das geschenkte Geld nutzen, um ihre Justizsysteme, ihre Finanzbehörden und ihre Verwaltungen besser auszustatten. Auch die Ausbildung in diesen Bereichen soll mit den EU-Geldern verbessert werden, so Entwicklungskommissar Andris Piebalgs:

Die Stärkung der Sicherheit der Seeverkehrswege ist für uns von entscheidender Bedeutung, weil dies zur Förderung von Handel und Wachstum in der Region beiträgt, was die Lebenssituation der Bevölkerung ganz erheblich verbessern wird.

Welche weiteren Länder neben Somalia ebenfalls EU-Gelder erhalten, dazu macht die Kommission jedoch keine weiteren Angaben. Die EU engagiert sich seit geraumer Zeit in Afrika. Allein etwa 7,4 Milliarden Euro flossen in dabei in den Straßenbau. Doch wie der letzte Bericht des Europäischen Rechnungshofs zeigt kam es hier zu massiven Betrügereien (hier).

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