Goldman Sachs: Großbritannien muss in der EU bleiben

Ein Austritt Großbritanniens aus der EU würde für das Land einen erheblichen, wirtschaftlichen Schaden nach sich ziehen, warnt Goldman Sachs. Großbritannien sei schon zu stark in die EU integriert. Es gibt kein Zurück mehr, findet die Investment-Bank.

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David Cameron will nicht in EU bleiben, José Manuel Barroso will sich nicht ändern. Goldman Sachs hat die Lösung. (Foto: consilium)

David Cameron will nicht in EU bleiben, José Manuel Barroso will sich nicht ändern. Goldman Sachs hat die Lösung. (Foto: consilium)

Goldman Sachs warnt Großbritannien und die EU vor einem Austritt aus der Union. Für Großbritannien und die EU hätte dies gravierende Folgen. Goldman hatte sich zuvor bereits gegen einen Austritt Deutschlands aus dem Euro ausgesprochen (hier).

Ein Austritt Großbritanniens, so wie ihn derzeit die Mehrheit der Briten will (hier), wäre ein Verlustgeschäft, so Kevin Daly von Goldman Sachs. Es würde Großbritannien und den anderen EU-Länder stark schaden. „Erhebliche, wirtschaftliche Kosten würden auf Großbritannien zukommen“, zitiert der Telegraph Daly aus einer Notiz an Goldman Sachs Kunden. Großbritannien sei einfach „zu stark integriert“. Allein auf den Handel mit anderen EU-Ländern entfallen 16 Prozent des britischen BIPs.

Die Idee, Großbritannien könnte nach dem Austritt einfach ein Handelsabkommen mit der EU nach dem Vorbild von Norwegen und der Schweiz aushandeln, sieht er skeptisch. Die Verhandlungen zu solch einem Abkommen beispielsweise im Sektor der Finanzdienstleistungen wären immer vom Austritt Großbritanniens geprägt. Die Verhandlungsposition des Landes wäre erheblich geschwächt.

Aber auch die EU selbst würde Goldman Sachs zufolge unter einem Austritt leiden. Immerhin mache Großbritannien vier Prozent des EU-BIPs aus, so Daly.

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