Schwedischer Sicherheitsdienst: „Die Lage ist sehr ernst“

Die sozialen Unruhen in Schweden haben nun auch Linköping und Örebro übergegriffen. Die Sicherheitsbehörden sind besorgt über die Eskalation.

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In Schweden ist es erstmals auch zu Unruhen außerhalb der Hauptstadt Stockholm gekommen. In der siebtgrößten Gemeinde Schwedens, Linköping, kam es zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Jugendlichen.

Die Randalierer sollen versucht haben, Brandanschläge gegen einen Kindergarten und eine Schule zu verüben, berichtet Sky News. Zwischen Stockholm und Linköping liegen 286 km. Auch in Örebro (160 km von Stockholm) wurden Ausschreitungen verzeichnet. Dort sollen 25 maskierte Männer eine Schule und zahlreiche Autos angezündet haben. Zudem sollen sie versucht haben, eine Polizei-Station in Brand zu stecken.

Die Behörden haben offenkundig Sorge, ob sie die Lage in den Griff bekommen. In der vergangenen Nach haben erstmals Bürgerwehren versucht, die Rolle der Polizei zu übernehmen – offenbar, weil sie den Behörden nicht zutrauen, die Unruhen einzudämmen. Die Polizei spricht von rechtsradikalen Trupps (hier).

Zwar sagte ein Sprecher der Stockholmer Polizei den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, dass „alles unter Kontrolle ist und das Leben seinen gewohnten Gang geht“.

Doch den nationalen Sicherheitsbehörden bereitet vor allem die Tatsache Sorge, dass die Unruhen nun offenbar auch auf andere Landesteile übergreifeb.

Die Frage, ob die aktuellen Unruhen in Linköping und Örebro außer Kontrolle geraten und weitere Städte erfassen könnten, wollte ein Sprecher des schwedischen Nachrichtendienstes „Säkerhetspolisen“ zwar nicht konkret kommentieren. Die „Säkerhetspolisen“ will sich erst äußern, wenn sie einen Überblick über die Lage gewonnen hat und eine Einschätzung über die Entwicklung abgeben kann.

Aber der Sprecher sagte unmissverständlich: „Die Lage ist sehr ernst.“

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