Italien: Alt-Parteien fügen Grillo schwere Schlappe zu

Beppe Grillos Partei musste bei den Kommunalwahlen herbe Verluste hinnehmen. Nur in drei Städten erreichten die Movimento 5 Stelle die Schwelle von zehn Prozent. Die Demokraten landeten hingegen in allen 16 großen Städten Italiens auf Rang eins. Die Wahlbeteiligung insgesamt brach jedoch deutlich ein.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Am Montag wurde in 563 italienischen Städten und Gemeinden gewählt. Es war ein erster Test für die neue Regierung, aber auch ein wichtiges Signal für Beppe Grillos Partei. Die Movimento 5 Stelle blieb jedoch deutlich hinter den Erwartungen. Lettas PD hingegen konnte sich behaupten.

Angesichts des großen Erfolgs bei den Parlamentswahlen im Februar wurde die Partei Beppe Grillos als großer Favorit bei den Kommunalwahlen gesehen. Doch der Ausgang der Wahlen war für die Movimento 5 Stelle nicht befriedigend. Nur in drei Städten erreichen sie die Schwelle von zehn Prozent. In keiner der 16 größten Städte kam einer aus der Partei in die Endauswahl. Beppe Grillos Nein zur Bildung einer Koalition und die geplante Ausschaltung der Partei bei möglichen Neuwahlen könnten Gründe gewesen sein (hier).

Den größten Erfolg konnten hingegen die Demokraten verbuchen. In 16 Städten kam die PD um Premier Letta trotz Zerstrittenheit auf Landesebene auf Rang eins. In Rom geht der Kandidat der PD, Ignazio Marino, nun in eine Stichwahl um das Bürgermeisteramt. Marino lag bei der Wahl rund 12 Punkte vor seinem Kontrahenten, den amtierenden Bürgermeister Gianni Alemanno. Der Kandidat der Movimento 5 Stelle erreichte nur 27,2 Prozent – 12,4 Prozent weniger als bei den Wahlen im Februar, so die FT.

Auffällig war allerdings auch die deutlich gesunkene Wahlbeteiligung. Mit 67,63 Prozent ist sie im europäischen Vergleich zwar noch sehr. Im Vergleich zu 2008 sind dies jedoch mehr als 12 Prozent weniger.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht vom System und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick