So beginnt die Inflation: Die Apple-Preise in Japan

In Japan kostet ein iPad jetzt 16 Prozent mehr als zuvor. Apple begründet den Preisanstieg mit dem schwachen Yen. Es scheint der japanischen Zentralbank zu gelingen, Inflation zu erzeugen.

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Apple hat seine Preise in Japan massiv angehoben. Aufgrund des schwachen Yen sind Importe deutlich teurer geworden. Die Löhne für die Japaner sind allerdings kaum gestiegen.

Das iPad Wi-Fi mit 16 Gigabyte Speicher hat in Japan bisher 42.800 Yen (325 Euro) gekostet. Nun wurde der Preis auf 49.800 Yen erhöht, berichtet Bloomberg. Das ist ein Preisanstieg um 16,4 Prozent. Für einen iPod zahlt man nun 4.800 Yen statt wie bisher 4.200 Yen. „Wir haben einige Preisanpassungen vorgenommen aufgrund der Wechselkurse“, sagte Apple-Sprecher Takashi Takabayashi.

Auch die Elektronik-Hersteller Fujitsu und Toshiba haben Preiserhöhungen in Japan angekündigt. Im April lag die offizielle Inflationsrate noch bei nur 0,4 Prozent. Im vergangenen Jahr war die Rate sogar dauerhaft unter null. Dies könnte sich nun ändern. Vor allem Importe sind für die Japaner wegen des schwächeren Yen deutlich teurer geworden. Dies macht sich vor allem bei den Energiekosten bemerkbar. Trotz der höheren Lebenserhaltungskosten sind die Löhne in Japan kaum gestiegen.

Der Kurs des Yen gegenüber dem Dollar ist in den letzten Monaten massiv gefallen. Denn die japanische Zentralbank druckt extrem viel Geld. Relativ zur Größe der Wirtschaft des Landes druckt Japan derzeit mehr Geld als alle anderen großen Zentralbanken. Damit hat Japan den größten Währungskrieg seit hundert Jahren begonnen (mehr hier).

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