US-Notenbank erschreckt Märkte: Inflation und Börsen-Crash möglich

Ein Bericht der Fed hat die Aktienmärkte verunsichert. Die Kurse fielen am Freitag deutlich. Die US-Notenbank fürchtet den Ausbruch einer Inflation und zeigt sich über ein Ende der lockeren Geldpolitik besorgt. Die Börse sei nicht vorbereitet, es könnte zu „schmerzhaften“ Verlusten für Investoren und Privatpersonen kommen, so die Fed.

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Am Donnerstag hatten sich die Kurse an der New Yorker Börse etwas erholt. Die schlechten Arbeitslosenzahlen versprachen, dass die Fed an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten werde. Doch das veröffentlichte Protokoll einer Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats und des Vorstands der Fed sorgte am Freitag für große Aufregung. Der S&P 500 Indes beispielsweise verlor 1,1 Prozent und der Dow Jones Industrial Average rutschte um 187,53 Punkte ab.

Das Protokoll zeigt, dass die Fed selbst mit extrem negativen Folgen des Gelddruckes rechnet. „Es gibt potenzielle Risiken, die mit der aktuellen Politik verbunden sind“, heißt es in dem Protokoll. Die Fed-Anleihekäufe hätten die Renditen für Hypotheken und (…) Staatsanleihen stark gesenkt. Und deshalb seien viele bei der Fed über die starke Präsenz der Notenbank an den Märkten besorgt. Darüber hinaus gebe es aber auch „Bedenken hinsichtlich der Möglichkeit eines Ausbruchs der Inflation, obwohl das aktuelle Inflationsrisiko nicht unüberschaubar ist“, so das Protokoll. Auch mache man sich Sorgen über die „unhaltbare Blase am Aktienmarkt“.

So deutliche Worte in Bezug auf die lockere Geldpolitik gab es von der Fed bisher noch nicht. Doch das war nicht das einzige beunruhigende, das in dem Protokoll stand. Denn man sei sich unsicher, wie die Märkte auf eine Beendigung der derzeitigen Fed-Maßnahmen reagieren werden. Da sich die derzeitigen Kurswerte nicht an der Realwirtschaft orientieren.

Es sei unklar, wie die Märkte eine „normale Bewertung wiederherstellen könnten, wenn sich die Fed zurückzieht“. Es werde „wahrscheinlich schwierig und (…) könnte für Verbraucher und Unternehmen schmerzhaft sein“, so das Protokoll der Fed. Die Fed sei angesichts der etwa 2,5 Billionen Dollar, die seit 2008 in den Markt gepumpt wurden, mittlerweile auch schon ein „integraler Bestandteil“ des Finanzsystems. Die derzeitige Politik hat demzufolge „systemische Finanzrisiken und mögliche strukturelle Probleme für Banken bewirkt“, heißt es weiter.

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